Zwei Pandas entspannt in Berlin

Die Pandabären Meng Meng und Jiao Qing sind auf dem besten Weg der Eingewöhnung

Jiao Qing und Meng Meng | © 2017 Zoo Berlin

Nach ihrer Ankunft in Berlin sind die beiden Pandabären Meng Meng und Jiao Qing im Berliner Zoo auf dem besten Weg der Eingewöhnung. Am Montag sollten die beiden Bären zum ersten Mal ihren Stall verlassen und das Innengehege betreten. «Den Tieren geht es sehr gut», sagte Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister. «Die chinesischen Pfleger und unsere Pfleger sind ganz begeistert, dass die Pandas so entspannt sind.»

Die Glaswände des Innengeheges sind nach Angaben des Zoos zunächst abgeklebt, damit die Pandas sich weiter in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können. Das Außengehege ist zur Zeit noch gesperrt. Die Pandas befinden sich in Deutschland noch in Quarantäne, auch wenn sie das bereits schon in China vier Wochen lang waren. Außerdem sind sie geimpft und wurden gründlich untersucht. «Sie haben alle Tests gut bestanden und haben keine Krankheiten», sagte Hachmeister.

Die chinesischen Tierpfleger sollen laut der Planung für zwei Monate im Berliner Zoo mitarbeiten. Auch die mitgelieferte Tonne Bambus reicht noch länger. Der Zoo hat auch schon eigenes Futter geliefert bekommen. «Unsere Bambus-Vorräte sind gut gefüllt.» Die Pandas fressen bis zu 40 Kilogramm davon am Tag.

Video: Das erste Panda-Frühstück

Die von China für eine Million Dollar im Jahr an den Zoo vermieteten Riesenpandas wurden in zwei Transportboxen nach Berlin geflogen und am Samstag ausgeladen. Im Zoo leben sie in einem neun Millionen Euro teuren neuen Gehege, das extra für die einzigen Riesenpandas in Deutschland gebaut wurde.

Am 5. Juli wird das Gehege offiziell eröffnet - mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Staatspräsident Xi Jinping, der wegen des G20-Gipfels dann in Deutschland ist. Zoo-Besucher können die Pandas ab dem 6. Juli sehen.

Der Zoo informiert in einem Internet-Blog über alle Neuigkeiten rund um die Pandas. Veröffentlicht werden Texte, Fotos und Videos - etwa vom Backen der «Panda-Muffins», einem Tierfutter aus Reis-, Soja-, Weizen- und Maismehl sowie Sojaöl und Calcium.

VIDEO: Die Panda-Reise

Auf der Internet-Seite des Zoos haben die Kommentare einen unterschiedlichen Tenor. Viele Zoo-Freunde freuen sich. Einer schreibt aber auch: «Es ist schade, dass im Zoo eine Zweiklassengesellschaft herrscht. Ich hätte mir z.B. eine Erneuerung des Großkatzenhauses viel eher gewünscht als dies sündhaft teure neue Bärenhaus. Von den laufenden Kosten und der "Miete" für die Pandas mal ganz abgesehen.»

Andere fragten nach einer Kamera, die über das Internet Live-Bilder aus dem Panda-Gehege sendet. Dazu sagte eine Sprecherin, es gebe zwar eine Kamera im Gehege zur Beobachtung der Tiere durch das Zoo-Personal. Eine Webcam sei zur Zeit aber noch nicht geplant. «Wir schauen erstmal, wie die Eingewöhnung läuft, und dann überlegen wir weiter zu dem Thema.» Das große Außen- und Innengehege sei auch mit einer Kamera kaum abzubilden, man müsse abwarten, welche Lieblingsplätze sich die Bären suchen würden und dann längerfristig darüber nachdenken. (dpa)

Fotos

Video von der Ankunft

Die Panda-Ankunft Teil 2

Posted by Zoo Berlin on Samstag, 24. Juni 2017

Diese Seite teilen:

Kommentieren