Deutscher Radiopreis - 105'5 Spreeradio gewinnt

Deutscher Radiopreis 2015 für «Beste Reportage»

Am Donnerstagabend, 3. September, wurden die Trophäen des Deutschen Radiopreises 2015 im Hamburger Hafen verliehen. Längst hat sich der Radiopreis nicht nur als die wichtigste Auszeichnung der Radiobranche etabliert, er ist auch ein Medienereignis ersten Ranges.

105'5 Spreeradio hat in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Radiopreis gewonnen - diesmal in der Kategorie «Beste Reportage» mit dem Beitrag «Schlepperbanden - Menschenleben werden Ware». Bereits 2010 wurde Morgenmoderator Jochen Trus für die «Beste Moderation» ausgezeichnet.

Durch die Gala führte TV-Moderatorin Barbara Schöneberger. Auf der Bühne standen die Künstler a-ha, Sarah Connor, Rea Garvey, Olly Murs, George Ezra und Kwabs.

Fotos

Deutscher Radiopreis 2015

105‘5 Spreeradio gewinnt den Deutschen Radiopreis 2015 für die „Beste Reportage“

Die Reportage von Yvonne Fricke und Toni Schmitt, 105‘5 Spreeradio, „Schlepperbanden - Menschenleben werden Ware“ zeichnet ein detailliertes Bild aller Beteiligten, die in das "Geschäft" mit den großen Flüchtlingsströmen verwickelt sind. Über ein Jahr Recherche war nötig, um die Routen der Schlepperbanden von Afrika über Europa bis nach Berlin genau nachzuzeichnen und die handelnden Personen zur Rede zu stellen. Doch am Ende bleibt die Frage: Sind Schlepper nun skrupellose Verbrecher oder Helfer in der Not? 

In der Kategorie "Beste Reportage" werden von der Grimme-Jury Reportagen aus allen Alltagsbereichen ausgezeichnet, die ihr Thema lebendig und informativ einfangen und dabei eine hohe Intensität und Präsenz aufbauen. 

Yvonne Fricke, Redaktionsleiterin der Morgensendung „Jochen Trus am Morgen“ bei 105‘5 Spreeradio bedankt sich: „Es ist ein tolles Gefühl, den Deutschen Radiopreis ausgerechnet in dieser Kategorie zu gewinnen. Wir sind der erste Privatradiosender, dem dies in der 6-jährigen Radiopreis-Geschichte gelungen ist und darauf sind wir sehr stolz. Das spricht für die hohe Qualität unseres Teams und zeigt, dass es sich lohnt, viel Herzblut und Leidenschaft in Themen zu stecken, die einfach gehört werden müssen!“

Toni Schmitt, Berlin-Reporter von 105‘5 Spreeradio: „Als wir vor über einem Jahr mit der Recherche begonnen haben, ahnte ich nicht, zu welcher Ommnipräsenz sich dieses Thema zuspitzen wird. Gerne hätten wir mit einem 'leichteren' Thema den Preis gewonnen, dann würde uns jetzt auch das Feiern leichter fallen. Mein besonderer Dank gilt den Flüchtlingen, die mir trotz ihrer traumatischen Erfahrungen ihre Herzen geöffnet und ihre Geschichten erzählt haben und den Kollegen in der Spreeradio-Redaktion, die mir für große Reportage-Projekte den Rücken frei halten.“

Stephan Schmitter, Geschäftsführer RTL Radio Center Berlin: „Dass 105‘5 Spreeradio als erster Privatsender in dieser Kategorie ausgezeichnet wird, ist ein unglaublicher Erfolg für unseren Reporter Toni Schmitt und das gesamte Team. Es unterstreicht, dass auch die privaten Radiosender einen guten Riecher für die drängenden Themen unsere Zeit haben und diese mit viel Kompetenz und Leidenschaft für ihre Hörer aufbereiten.“

Alle Gewinner des Deutschen Radiopreises 2015 unter: 
www.deutscher-radiopreis.de

Flüchtlinge | Foto: dpa

Quelle: dpa

Reportage «Schlepperbanden – Menschenleben werden Ware»

- Gewinner des Deutschen Radiopreises 2015 in der Kategorie «Beste Reportage» - 

43 Millionen Menschen  - so eine Schätzung der Vereinten Nationen - befinden sich weltweit  auf der Flucht. Der Senat rechnet damit, dass in Berlin dieses Jahr die Zahl der Flüchtlinge nochmal steigt - auf über 15.000!

Flucht bedeutet für viele Todesgefahr. Es gibt Familien, die haben auf der Flucht mehr Mitglieder als zuvor im Krieg verloren. Der Grund liegt in der Skrupellosigkeit der Schleuserbanden. Sie verdienen Milliarden mit der Not der Menschen.

Warum funktioniert dieses Geschäft? Wie funktioniert es? Berlin-Reporter Toni Schmitt  hat recherchiert. Er hat Flüchtlinge und Schleuser getroffen.

Das Feature von Berlin-Reporter Toni Schmitt anhören...

Fotos von Berlin-Reporter Toni Schmitt

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