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Die wichtigsten Ereignisse des Jahres in Berlin - November 2018

Spektakuläre Urteile ... und prominente Freigelassene - das Jahr 2018 hat in Berlin viele Schlagzeilen gebracht. Darunter finden sich gute wie schlechte - und überraschende.

NOVEMBER 2018

1. November - Die stärkere Polizeipräsenz auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte hat die Kriminalität dort etwas zurückgedrängt. Vor einem Jahr begann die Polizei-Ermittlungsgruppe «Alex» dort ihre Arbeit. Innensenator Andreas Geisel (SPD) spricht von einer deutlich rückläufigen Tendenz der Kriminalität und einer «Erfolgsgeschichte».

3. November - Die erste Heimpleite der Saison will Hertha BSC «schnell komplett vergessen». Das erklärt Berlins Trainer Pal Dardai nach dem 0:3 gegen RB Leipzig. Das schwer gestörte Verhältnis zum eigenen Anhang, der dem Team am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga fast komplett die Unterstützung verweigert, wird den Hauptstadtclub allerdings noch länger belasten.

6. November - Für den qualvollen Tod des Musikers Jim Reeves in einem Hostel in Berlin-Charlottenburg werden zwei Männer zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. 14 Jahre Haft ergehen gegen einen 31-Jährigen. Für 13 Jahre soll ein 24-Jähriger ins Gefängnis.

7. November - Mehr als vier Monate nach der Farben-Aktion, die rund um die Siegessäule an eine knallgelbe Sonne erinnern sollte, geht die Berliner Justiz mit einer großen Durchsuchungsaktion in mehreren deutschen Städten gegen Greenpeace vor. Die Polizei durchkämmt 29 Büros und Wohnungen, beschlagnahmte Computer, Telefone und Festplatten. Die Umweltschützer sind fassungslos.

9. November - Zahlreiche Menschen stellen sich in Berlin-Mitte am Jahrestag der Pogromnacht von 1938 einer rechten Demonstration entgegen. Den rund 120 rechten Demonstranten stehen mehrere tausend Gegendemonstranten gegenüber. Die Polizei ist mit 1200 Kräften vor Ort.

9. November - Am 29. Jahrestag des Mauerfalls wird in Berlin an die Opfer der deutschen Teilung erinnert. Zu dem Gedenken in der zentralen Mauer-Gedenkstätte kommt auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Auch Schüler aus Norwegen, Frankreich und Deutschland, Vertreter von Opferverbänden, Angehörige und frühere DDR-Oppositionelle steckten Rosen in die original erhaltene Hinterlandmauer an der Bernauer Straße.

9. November - Knapp vier Monate nach einem Brandanschlag auf zwei Obdachlose in Berlin-Schöneweide stirbt einer der Männer im Krankenhaus. Indes hat die Staatsanwaltschaft gegen einen 48-Jährigen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung Anklage erhoben. Er soll die beiden Männer am Abend des 22. Juli aus Wut und Verärgerung über einen vorangegangenen Streit mit Benzin übergossen und angezündet haben.

10. November - Im sechsten Saisonspiel der Basketball-Bundesliga kassiert Alba Berlin bei RASTA Vechta die erste Niederlage. Trainer Aito Garcia Reneses nimmt es gelassen: «Um zu gewinnen, muss man auf jeden Fall besser sein als der Gegner – dieses Mal war das nicht der Fall.»

11. November - Tim Raue bleibt unter Berlins Köchen für die Tester des «Gault&Millau» das Maß aller Dinge: Der Restaurantführer erhebt ihn mit seinem Kreuzberger Restaurant in den Rang eines Weltklasse-Kochs. Der 44-Jährige erhält 19,5 von möglichen 20 Punkten.

15. November - Mit einem Großaufgebot durchsucht die Berliner Polizei vier Wohnungen mutmaßlicher Linksextremisten. Vier Verdächtige - drei Männer (23, 25, 25 Jahre alt) sowie eine 25-jährige Frau werden überprüft. Der 23-Jährige wurde vorübergehend festgenommen. Die Ermittler suchten laut Angaben Beweismaterial nach dem Angriff auf einen Spätkauf im Mai.

16. November - Vor den Augen mehrerer Zeugen sticht ein 30 Jahre alter Mann seinen Betreuer nieder. Mit Spezialeinheiten und einem Hubschrauber sucht die Polizei den Täter. Stunden später stellt er sich in der Nähe des Tatorts.

19. November - Eine Woche vor Beginn des Weihnachtsmarktes an der Berliner Gedächtniskirche beginnen dort die Vorbereitungen für umfangreiche Absperrungen gegen Terroranschläge. Mit Pollern, Metallsockeln und Sandsäcken wird der Markt gesichert. Vor zwei Jahren, am 19. Dezember 2016, war der Tunesier Anis Amri mit einem schweren Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt gefahren. 12 Menschen starben, mehr als 70 wurden verletzt.

22. November - Mehr als acht Monate nach einer tödlichen Messerattacke gegen die 14-jährige Keira aus Berlin wird ein Mitschüler zu einer Haftstrafe von neun Jahren verurteilt. Eine Jugendkammer des Landgerichts in der Hauptstadt spricht den 15-jährigen Deutschen des Mordes schuldig. Der Jugendliche habe aus reiner Mordlust getötet.

23. November - Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen ehemaligen KZ-Wachmann. Dem 95-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in 36 000 Fällen vorgeworfen. Der damals 21 Jahre alte Beschuldigte soll von Sommer 1944 bis Frühjahr 1945 als Mitglied des «SS-Totenkopfsturmbannes» im Konzentrationslager Mauthausen (Österreich) Häftlinge bewacht haben.

25. November - Rund 1600 Haushalte in den südwestlichen Stadtteilen Berlins haben am Morgen keinen Strom. Grund für den Ausfall ist ein Kabelfehler in der Nähe des Umspannwerks Dahlem. Betroffen sind Teile von Lichterfelde, Steglitz und Zehlendorf. (dpa)