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Die wichtigsten Ereignisse des Jahres in Berlin - September 2018

Spektakuläre Urteile ... und prominente Freigelassene - das Jahr 2018 hat in Berlin viele Schlagzeilen gebracht. Darunter finden sich gute wie schlechte - und überraschende.

SEPTEMBER 2018

1. September - Zum Start ihrer Europatour lassen die irischen Rocker von U2 in Berlin kein Thema aus - auch zu den rechten Ausschreitungen in Chemnitz findet Sänger Bono klare Worte: «Solche Leute gehören nicht zu Europa und diesem Land», ruft der Sänger beim ausverkauften Konzert in der Mercedes-Benz-Arena.

11. September - Die Hausbesetzer in der Großbeerenstraße 17a in Berlin-Kreuzberg dürfen länger bleiben als vereinbart. Fünf der Besetzer erhalten Schlüssel für eine Wohnung. Obwohl in dem Haus ein Wohnprojekt für obdachlose Frauen unterkommen soll, will der Eigentümer mit den Besetzern «ergebnisoffen» diskutieren.

13. September - Rund 2000 Trauergäste strömen zur Bestattung des stadtbekannten Kriminellen Nidal R. auf den Friedhof Schöneberg. Das 36 Jahre alte Mitglied eine arabischstämmigen Clans war fünf Tage zuvor mitten am Tag nahe dem Tempelhofer Feld niedergeschossen worden. 150 Polizisten bewachen die Beerdigung.

21. September - Die Berliner Verwaltung erteilt den hochfliegenden Plänen des russischen Filmemachers Ilya Khrzhanovsky eine Abfuhr. Mit 420 tonnenschweren Betonelementen wollte der Regisseur das Areal um das Kronprinzenpalais abriegeln. Dahinter sollten bis zu 3000 Menschen täglich erleben können, wie sich eine Diktatur anfühlt.

22. September - «Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey»: Dank einer starken Offensivleistung gegen Borussia Mönchengladbach (4:2) dürfen sich die Profis des Hauptstadtclubs Hertha BSC von ihren Fans feiern lassen. Drei Stunden später gibt der Verein die Führung an den FC Bayern ab.

25. September - Der Paukenschlag folgt nach den Sexismus-Vorwürfen in der Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen. Erst wird der Vize-Chef beurlaubt. Nun treffen Konsequenzen auch die oberste Führung: Direktor Hubertus Knabe verliert seinen Posten.

25. September - Rund ein halbes Jahr nach der tödlichen Messerattacke auf die Schülerin Keira in Berlin steht ein 15-Jähriger vor Gericht. Dem Jugendlichen wird Mord aus Heimtücke, niederen Beweggründen und Mordlust vorgeworfen.

26. September - Der Pussy-Riot-Aktivist Pjotr Wersilow wird nach knapp zweiwöchiger Behandlung wegen Vergiftungssymptomen aus der Berliner Charité entlassen. Obwohl er den russischen Geheimdienst für die Erkrankung verantwortlich macht, will er nach Russland zurück.

27. September - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan landet in Berlin. Der dreitägige Staatsbesuch wird von Protesten begleitet. Es kommt zu weitreichenden Absperrungen und Verkehrsbehinderungen. Die Polizei ist mit 4200 Kräften im Einsatz.

27. September - Nach einem jahrelangen Hin- und Her gibt der Bund gut 17 Millionen Euro für den Bau des Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin frei. Mit der sogenannten Einheitswippe soll an die friedliche Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnert werden.

27. September - Bei einem Wohnungseinbruch über ein Baugerüst wird ein Mieter in Kreuzberg tödlich verletzt. Einen Tag später stirbt der 54-Jährige im Krankenhaus. Der Angreifer flüchtet über das Treppenhaus.

28. September - Fast zehn Jahre mussten Spieler und Fans von Hertha BSC auf einen Sieg gegen die Bayern warten - entsprechend groß ist der Genuss. Der Mix stimmt wie lange nicht: Alt und Jung, Künstler und Arbeiter.

29. September - Rund 1000 Menschen demonstrieren in Berlin-Friedrichshain für den Erhalt eines linken Wohnprojektes in der Liebigstraße 34 und besetzen vorübergehend eine leerstehende Wohnung. 87 Protestierende werden festgenommen und kontrolliert. (dpa)