Familiensenatorin_Sa_61613304.jpg
Familiensenatorin Sandra Scheeres trifft Stadtteilmütter (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Zahl der Berliner Stadtteilmütter sollen bis 2025 verdoppelt werden

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will die Zahl der Berliner Stadtteilmütter bis 2025 auf insgesamt 300 Frauen verdoppeln. Damit könne das Angebot Schritt für Schritt auf neue Stadtteile ausgeweitet werden, sagte Scheeres am Dienstag. Sie konkretisierte damit das Landesprogramm, das der Senat in der vergangenen Woche beschlossen hatte. Es soll 2020 starten und sieht bis einschließlich 2024 rund 43 Millionen Euro für Stadtteilmütter vor. Die Mittel seien im Entwurf für den neuen Haushalt vorgesehen, ergänzte Scheeres.

Stadtteilmütter haben ausländische Wurzeln und sprechen neben Deutsch auch ihre Herkunftssprachen. Nach einer sechsmonatigen Qualifikation bauen sie Brücken zu Kitas, Schulen und Familien. Ein Hauptziel ist es, Kindern aus Migrantenfamilien bessere Bildungschancen zu eröffnen. Erstmals sollen Stadtteilmütter durch das neue Programm Stellen mit Tarifgehältern bekommen. Bisher wurde die Arbeit zumeist befristet über unterschiedliche Fördertöpfe finanziert.

Zurzeit arbeiten 157 Stadtteilmütter in Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. Weitaus mehr sind aber bereits qualifiziert, viele stehen auf Wartelisten für die Ausbildung. Scheeres kann sich die erfolgreiche Arbeit der Stadtteilmütter in Zukunft auch in den Stadtteilen Marzahn, Spandau und Reinickendorf vorstellen. Stadtteilmütter sind eine Berliner Erfindung und gelten seit 15 Jahren als Erfolgsmodell. (dpa)

Begruessung_von_Stad_61608486.jpg
Begrüßung von Stadtteilmüttern in Neukölln  (Foto: Matthias Balk/dpa)