Jelbi_Mobilitaetshub_61612497.jpg
Jelbi-Mobilitätshub (Foto: Britta Pedersen/zb/dpa)

BVG startet Testphase von Mobilitäts-App «Jelbi» in Berlin

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben am Dienstag ihre neue Mobilitätsplattform Jelbi in die öffentliche Testphase geschickt. Über die Smartphone-App können Nutzer auf verschiedene Mobilitätsangebote für den Nahverkehr zugreifen. «Die Mobilität in Berlin ist so vielfältig wie in keiner anderen Stadt», sagte die BVG-Vorstandsvorsitzende Sigrid Nikutta. Die Herausforderungen seien enorm. «Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Mobilität der Zukunft zu orchestrieren.»

Gemeinsam mit dem Parkraummanager Apcoa eröffnete die BVG an der Berliner S- und U-Bahnhof-Station Schönhauser Allee zudem mit verschiedenen Partnern die zweite Station für Sharing-Fahrzeuge. Neben Fahrrädern, E-Rollern und Autos sollen in Kürze auch elektrische Tretroller zum Angebot gehören. Sobald die Fahrzeuge zugelassen und verfügbar seien, würden die E-Scooter des kalifornischen Anbieters Tier bereitstehen, kündigte BVG-Finanzvorstand Henrik Haenecke an. An den Jelbi-Standorten sollen zudem Ladestationen für die Gefährte bereit stehen. Voraussichtlich werden die neuartigen E-Tretroller noch im Juni offiziell im Straßenverkehr fahren dürfen.

Jelbi_Mobilitaetshub_61612400.jpg
Jelbi-Mobilitätshub (Foto: Britta Pedersen/zb/dpa)

Bereits zum Start der Testphase sei ein großes Netz an Partnern mit dabei, unter anderem der Berliner E-Roller-Anbieter Emmy und der Rad-Sharing-Dienst Deezer Nextbike, sagte Haenecke. Im Sommer sollen dann weitere Anbieter wie Berlkönig und der Carsharing-Anbieter Oply folgen, etwas später auch Taxi Berlin. Weitere Partner werde es im Herbst geben. Die großen Car-Sharing-Anbieter DriveNow und Car2Go sind vorerst allerdings nicht dabei. Daimler verfolgt eine eigene Strategie mit der Plattform Moovel.

Die Jelbi-App soll eine «ausgefeilte Benutzeroberfläche» bieten, über den sich der Nutzer nur einmal anmelden und gegebenenfalls den Führerschein hochladen müsse, um alle Dienste zu nutzen, erklärte Christof Schminke, Deutschland-Geschäftsführer des litauischen Start-ups Trafi, das die App entwickelt hat. Die App biete verschiedene Routen-Empfehlungen und eine transparente Anzeige des Preises. Die Abrechnung erfolgt über die App. (dpa)