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Kita in Berlin (Foto: Sonja Marzoner/dpa)

Berlin bekommt 300 Millionen Euro vom Bund für Kitas

Berlin kann aus dem geplanten Milliardenpaket des Bundes für den Ausbau der Kinderbetreuung mit rund 300 Millionen Euro rechnen. Das teilte die Senatsbildungsverwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aus Berliner Sicht sei es erfreulich, dass der Bund die Länder im Bereich der frühkindlichen Förderung unterstützen wolle, hieß es.

Im Rahmen des «Gute-Kita-Gesetzes» bekommen die Länder vom Bund rund 5,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2022. Es soll am Freitag im Bundestag verabschiedet werden. Zudem soll möglichst am selben Tag eine Billigung des Bundesrats erreicht werden, damit das Gesetz zügig in Kraft treten kann. Ziel sind mehr kostenlose Kitas sowie mehr Qualität etwa durch mehr Fachkräfte und pädagogische Angebote, mehr Räume, besseres Essen oder verlängerte Öffnungszeiten.

«Berlin hat als einziges Bundesland bereits die gebührenfreie Kita für alle Kinder verwirklicht und muss daher das Geld nicht mehr dafür verwenden», sagte Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) der dpa. «Wir wollen die Mittel für zusätzliche Qualitätsverbesserungen nutzen. Dabei ist aus unserer Sicht entscheidend, dass die Finanzierung durch den Bund langfristig sichergestellt ist.»

Wie genau die zusätzlichen Mittel in Berlin verwendet werden, steht nach Auskunft der Bildungsverwaltung noch nicht fest. Diverse Ideen würden derzeit durchgerechnet und fachlich abgestimmt. Bereits bekannt ist, dass Geld für Kita-Leitungen, für die Qualifizierung von Quereinsteigern im Erzieherberuf und den Ausbau der Kindertagespflege fließen soll.

Derzeit gibt es in Berlin rund 170 000 Plätze in Kitas und Tagespflege. Bis 2020/21 sollen es 193 000 sein. Das Land gibt laut Bildungsverwaltung mehr als 1,5 Milliarden Euro im Jahr für die Kinderbetreuung aus. Allein für den weiteren Ausbau stünden mehr als 200 Millionen Euro bereit. (dpa)