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BVG Streik (Foto: dpa)

Warnstreik der BVG-Busfahrer beendet - Neue Gespräche am Montag

Die Busfahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben am späten Donnerstagabend ihren ganztägigen Warnstreik beendet. «Die Busse fahren jetzt wieder von den Höfen, nach und nach wird der geregelte Verkehr wieder einsetzen», sagte ein Verdi-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Warnstreik sei um 22 Uhr wie geplant zu Ende gegangen. Knapp 1500 Fahrer hatten dafür gesorgt, dass den Tag über große Teile des Berliner Busverkehrs lahmgelegt wurden. Berliner und Touristen mussten auf andere Verkehrsmittel umsteigen.

Am Montag will Verdi sich erneut mit den Arbeitgebern an den Verhandlungstisch setzen. Wie aus BVG-Kreisen verlautete, wurde die Gewerkschaft zu Tarifgesprächen eingeladen. «Wir sind gespannt, was sie uns jetzt anbietet», sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann. Bisher sei der Gewerkschaft nur ein Gespräch, nicht aber eine bessere inhaltliche Vorlage angeboten worden. Eine Lösung des Konfliktes sei nur mit einem Entgegenkommen der Arbeitgeber möglich.

Verdi lehnt den bisherigen Vorschlag der Arbeitgeberseite als unzureichend ab, weil er zu einer Arbeitszeitverdichtung führe. Die Gewerkschaft will für die rund 14 000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport unter anderem eine 36,5-Stunden-Arbeitswoche bei vollem Lohnausgleich durchsetzen. Heute arbeitet knapp die Hälfte der Beschäftigten des Landesunternehmens 39 Stunden. Die nächste offizielle Verhandlungsrunde ist für den 28. März geplant.

Mit dem Warnstreik der BVG-Busfahrer zeigte sich Splanemann zufrieden. Die Depots seien voll und der Warnstreik gut organisiert gewesen. Insgesamt seien 1199 Busse nicht gefahren, sagte eine BVG-Sprecherin. In Tram, U- und S-Bahn sowie auf den Straßen wurde es besonders im Berufsverkehr eng. Umsteigebahnhöfe wie die Stationen Friedrichstraße und Hermannplatz waren laut BVG besonders betroffen. Den Warnstreik hätten vor allem Menschen in den Bezirken außerhalb des S-Bahn-Rings mit schlechter Anbindung an das Straßenbahnnetz zu spüren bekommen.

Auch auf den Straßen war laut der Verkehrsinformationszentrale viel los. In der Innenstadt hätte es sich gerade am Morgen und ab dem frühen Nachmittag gestaut. Regen und Wind hätten den Verkehr zusätzlich verlangsamt.

Hermann Waldner von Taxi Berlin berichtete, es seien etwa 30 Prozent mehr Aufträge als an einem normalen Donnerstag eingegangen. Die meisten Anfragen seien aus Bezirken außerhalb des S-Bahn-Rings gekommen. Auch der Sammelfahrtdienstanbieter Clevershuttle sprach von rund 20 Prozent mehr Anfragen als an anderen Wochentagen. Die Fahrzeuge sind anders als der Dienst Berlkönig der BVG auch außerhalb der Innenstadt buchbar. Beim BVG-Shuttledienst gab es keinen Anstieg des Fahrgastaufkommens.

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Warnstreik bei der BVG (Foto: Paul Zinken/dpa)

Regulär unterwegs waren U-Bahnen und Trams sowie von Subunternehmern betriebene Busse. Für den Flughafen Tegel, der nur über Busse an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist, hatten die Betreiber einen Ersatzverkehr eingerichtet. Sechs Reisebusse pendelten zur Haltestelle Jakob-Kaiser-Platz, wie ein Flughafensprecher sagte. Zudem kümmerten sich 20 Mitarbeiter an Flughafen und Haltestellen um Fragen der Passagiere.

In der Innenstadt warteten teilweise Menschen an den Bus-Haltestellen. Anders als an U- und S-Bahnstationen gibt es nur an wenigen Berliner Bushaltestellen elektronische Anzeigen, die Fahrgäste auf die aktuelle Lage hinweisen. Bereits Mitte Februar hatte es einen großen Warnstreik in der Hauptstadt gegeben. Neben Bussen blieben da auch viele U-Bahnen und Straßenbahnen stehen. Anders als am Donnerstag galt der Aufruf zum Warnstreik damals aber nur für acht Stunden. (dpa)

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