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Obdachlosigkeit in Berlin (Foto: Paul Zinken/dpa)

Feldbett statt Party: Berliner Clubs öffnen für Obdachlose

Erstmals wollen zwei Berliner Clubs Obdachlosen ihre Räume als Nachtcafé mit Übernachtungsmöglichkeit anbieten. «Wir haben dieses Angebot für Januar und Februar bekommen. Für montags und dienstags, jeweils an den Schließtagen der Clubs», sagte Robert Veltmann, Geschäftsführer des sozialen Trägers Gebewo, der unter anderem Wohnungsnotfallhilfe bietet. Er bestätigte einen Bericht der «BZ». «Wir freuen uns. Das ist nicht selbstverständlich.»

Denn mittlerweile sei es in Berlin extrem schwierig, Immobilien für Notübernachtungen im Winter zu finden. «Früher haben Clubs manchmal Geld für uns gesammelt. Solch aktive Hilfe ist neu.» Zur Zeit gebe es in der Hauptstadt rund 920 Notschlafplätze pro Nacht. Das Angebot soll in den kalten Wintermonaten auf über 1000 ansteigen.

Ihre Türen wollen der Club Astra Kulturhaus in Friedrichshain für 25 Männer öffnen, das Bi Nuu in Kreuzberg bietet Plätze für 15 Frauen. Voraussetzung für solche Angebote seien eine ausreichende Anzahl an Toiletten, Strom, Wärme und Licht, sagte Veltmann. «Ein leerstehender Supermarkt nutzt uns nichts.» In den beiden Clubs soll es im Januar und Februar an einem Abend in der Woche ein Abendessen, heißen Tee und Frühstück geben. Schlafen sollen die Gäste von der Straße auf aufgestellten Feldbetten. (dpa)