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Extinction Rebellion - Berlin (Foto: Paul Zinken/dpa)

Umweltaktivisten starten am dritten Protesttag wieder früh

Am dritten Tag der Klimaproteste haben Anhänger von Extinction Rebellion um 3.00 Uhr in der Früh mit der Blockade der Marschallbrücke in der Nähe des Kanzleramts begonnen. Mehrere Hundert Menschen seien auf der Brücke, teilte die Berliner Polizei am Mittwochmorgen mit. «Es ist so wie in den letzten Tagen auch», sagte eine Beamtin. «Es sind friedliche Personen, die dort sitzen.» Zu Verkehrsbehinderungen werde es aber sicherlich kommen. Mehrere Hundert Aktivisten übernachteten zudem erneut am Großen Stern im Stadtteil Tiergarten.

Aufgrund der Blockade an der Brücke hatte die Polizei die Zufahrten ab der Wilhelm - und Margarete-Steffin-Straße in beide Richtungen gesperrt. Auch der Schiffbauerdamm sei auf unbestimmte Zeit gesperrt worden. Zu Einschränkungen soll es auch auf den Buslinien 100, 147 und 245 kommen. Für den Mittwoch waren außerdem Aktionen am Kurfürstendamm geplant.

«Sobald die Politik auf unsere Forderungen reagiert, würden wir die Brücke freigeben», erklärte XR-Aktivist Marco Gergele. Ansonsten bleibe man so lange vor Ort, wie man schaffe.

Vor Ort war die Stimmung nach Angaben eines dpa-Fotografen in der Früh entspannt. Zahlreiche Demonstranten hätten sich in Wärmefolien gehüllt, um sich gegen die kühlen Temperaturen in der Nacht zu schützen. Auf dem Boden lagen Transparente mit Aufschriften wie «Climate Justice» oder «Tell the truth». Auch wurde eine Art Floß aufgebaut, auf dessen Segel stand: «Wir sitzen alle im selben Boot - und die Crew spielt um unseren Tod.»

Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben. (dpa)