Warnstreik_der_Geldi_61700702.jpg
Warnstreik der Geldinstitute in Berlin und Brandenburg (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Im Tarifkonflikt der Banken legen mehrere tausend Bank-Angestellte in Berlin und Brandenburg die Arbeit nieder

Bankkunden in Berlin und Brandenburg müssen an diesem Mittwoch und Donnerstag mit eingeschränktem Service rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 8000 Beschäftigten zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern.

Aufgerufen die Arbeit niederzulegen sind Mitarbeiter der Berliner Sparkasse, der Deutschen Bank, der Commerzbank, der LBS sowie der Berlin Hyp und der Investitionsbanken der Länder Berlin und Brandenburg. Die Beschäftigten wollen am Mittwochvormittag (10 Uhr) vor das Brandenburger Tor ziehen.

Sie fordern 6 Prozent mehr Gehalt und wollen schon nach einem Jahr über die nächste Erhöhung verhandeln. Die Gewerkschaft will außerdem sechs bezahlte «Gesundheits- und Entlastungstage» pro Jahr sowie einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen.

Verdi-Sekretär Sebastian Orthmann sprach von einer angespannten Lage. «Leider haben die Arbeitgeber auch in den bislang vier Verhandlungsrunden immer noch kein annehmbares Angebot unterbreitet, daher wird jetzt der Druck mit einem zweitägigen Warnstreik verstärkt.» Schon im April und Mai waren in Berlin und Brandenburg Bankangestellte in den Warnstreik getreten.

Die Arbeitgeber halten die Forderungen für unrealistisch. Die Branche habe wegen niedriger Zinsen und teurer Regulierung kaum Spielraum. In der vierten Tarifrunde boten die Arbeitgeber nach eigenen Angaben für einen 36 Monate laufenden Tarifvertrag Gehaltssteigerungen in drei Stufen um insgesamt 4,1 Prozent an. Die Verhandlungen für bundesweit 200 000 Beschäftigte gehen am 3. Juli in Berlin weiter. (dpa)

Warnstreik_der_Geldi_61700562.jpg
Warnstreik der Geldinstitute in Berlin und Brandenburg (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Alternative zum Schalter oder Automaten: Geld im Laden abheben

Bargeld gibt es am Geldautomaten oder bei der Bank am Schalter, aber nicht nur da: Häufig können Verbraucher auch Geld an der Kasse im Supermarkt, bei Discountern oder an Tankstellen mit der Girocard abheben. Es lohnt sich in Geschäften nachzufragen. Denn dort ist dieser Service nach Angaben des Bankenverbandes grundsätzlich kostenlos.

Damit Verbraucher davon profitieren, müssen sie vorher meist Waren für einen Mindestbetrag einkaufen. Laut Bankenverband können Verbraucher in der Regel bis zu 200 Euro abheben - bei den meisten Anbietern ist dies ab einem Einkaufswert von 20 Euro möglich, bei manchen sogar ab 10 Euro oder vereinzelt sogar ab 5 Euro. Der Vorteil für den Händler, er kann so Bargeldbestände reduzieren.

Der Fachbegriff dafür lautet «Cash-Back». Seit 2013 ist dieses Verfahren im Handel erlaubt. Nach Schätzungen des Handelsverbandes Deutschland wird Cash-Back in rund 18 000 bis 21 000 Filialen beziehungsweise Geschäften in Deutschland angeboten. (dpa)

Bankenverband: Bargeld an der Ladenkasse... »