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Eisbärenbaby wächst (Foto: ---/Tierpark Berlin/dpa)

Trinken, schlafen, kuscheln - Eisbärenbaby wächst

Das Berliner Eisbärenbaby hat seine ersten zehn kritischen Lebenstage gut überstanden. Am Dienstag veröffentlichte Kameraaufnahmen aus dem Stall im Tierpark zeigen, wie das Jungtier bei Eisbärenmutter Tonja (9) trinkt. Andere Bilder zeigen die beiden eng aneinandergekuschelt und schlafend.

Eisbärenkurator Florian Sicks ist zufrieden. Sein Blick gehe am Morgen direkt auf sein Smartphone, sagte er. Damit könne er sich live in die Wurfhöhle seiner Schützlinge schalten. «Ich schaue mir insbesondere das Trinkverhalten des kleinen Eisbären an», sagte Sicks.

Bei aller Freude - über den Berg ist der Mini-Eisbär, der am 1. Dezember geboren wurde, noch nicht. Die Tiere kommen sehr unreif zur Welt: Sie sind nicht größer als Meerschweinchen, noch taub und blind - und dementsprechend empfindlich. Eine große Gefahr sind Infektionen wie Lungenentzündungen. Die Sterblichkeitsrate sei sehr hoch, betonte Sicks. Bei Tonjas beiden früheren Würfen hatte der Nachwuchs nicht überlebt.

Entsprechend besorgt und genau beobachtet der Tierpark die Entwicklung des Eisbärenbabys - in den ersten Wochen allein über Kameras und Mikrofone, um die Tiere nicht zu stören. «Ich glaube wir sind erst entspannter, wenn Mutter und Jungtier sich das erste Mal vor Publikum im Außengehege zeigen», sagte eine Sprecherin am Dienstag. Das könne aber voraussichtliche erst Ende März, Anfang April sein. Früher verlassen Eisbären auch in freier Natur ihre Höhle nicht. (dpa)

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