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Karl-Marx-Allee (Foto: 105'5 Spreeradio)

Senat will Zwei-Stufen-Lösung für Mieter in Karl-Marx-Allee

Der Berliner Senat will den Bewohnern von 700 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee mit einer Zwei-Stufen-Lösung helfen. Sie fürchten stark steigende Mieten nach dem Verkauf mehrerer Gebäude. Zum einen sollen Mieter, die von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen wollen, mit einer Bürgschaft der Landes-Investitionsbank und gegebenenfalls Krediten unterstützt werden. Zum anderen soll eine landeseigene Wohnungsgesellschaft möglichst viele Wohnungen aufkaufen. Das teilte die Stadtentwicklungsverwaltung am Donnerstag nach einem Treffen mehrerer Staatssekretäre mit.

Ziel sei nun, in den kommenden Tagen vor allem im Hinblick auf die angestrebte Übernahme durch eine Landes-Gesellschaft rechtssichere Verfahren zu entwickeln.

Die nach der Wiedervereinigung privatisierten Wohnungen wurden jetzt an den Konzern Deutsche Wohnen verkauft. Bis zum 5. Januar 2019 haben die Mieter aufgrund der Rechtslage die Möglichkeit, ihre Wohnungen via Vorkaufsrecht zu erwerben. Es bleibt also wenig Zeit, Lösungen zu finden.

Für ein Gebäude mit 80 Wohnungen ist dies womöglich einfacher als für die anderen drei, weil es in einem sogenannten Milieuschutzgebiet liegt. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg könnte hier ein Vorkaufsrecht geltend machen, um der Verdrängung alteingesessener Mieter entgegenzuwirken und preisgünstigen Wohnraum zu erhalten. Allerdings könnte sich auch die Deutsche Wohnen verpflichten, bestimmte Vorgaben für den Milieuschutz einzuhalten. (dpa)

Karl-Marx-Allee: Deutsche Wohnen kauft 700 Wohnungen
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