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Falschparker (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)

Verkehrsverbände fordern «Knolle statt Knöllchen» für Falschparker

Um die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen, fordern Verkehrsverbände eine deutliche Anhebung der Bußgelder für Falschparker auf mit mindestens 100 Euro Bußgeld. «Wirksame Bußgelder für Falschparker sorgen dafür, dass die Regeln im Verkehr eingehalten werden und Autos im öffentlichen Raum an Dominanz verlieren», sagte die Bundesvorsitzende des Verkehrsclubs VCD, Kerstin Haarmann, am Montag in Berlin. «Im Moment erhalten Falschparker im Schnitt ein Bußgeld von gerade einmal 20 Euro. Das hat keine abschreckende Wirkung.»

Falschparken solle künftig außerdem mit einem Punkt in Flensburg geahndet werden, heißt es. Zu dem Verbändebündnis gehören neben dem VCD der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, die Deutsche Umwelthilfe und der Bundesverband Carsharing. Unter dem Motto «Knolle statt Knöllchen» startete das Bündnis eine Online-Petition gegen Falschparker. «Zweite-Reihe-Parker zwingen Fahrradfahrer dazu, gefährlich weit auf die Fahrbahn auszuweichen. Dort geraten sie durch heran fahrende Autos und Lkw in Lebensgefahr», begründen die Verbände ihr Anliegen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte zuletzt das Thema Radverkehr stärker in den Fokus genommen. Scheuer hatte vor kurzem bei einem Radverkehrskongress in Dresden gesagt, er plane eine deutliche Erhöhung der Bußgelder fürs Parken in zweiter Reihe und auf Schutzstreifen für Radler. Er will außerdem die Voraussetzungen für den Bau von Radwegen erleichtern. (dpa)

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