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Leichtathletik-EM im Berliner Olympiastadion (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Zum Abschluss sorgt Gesa Krause über 3000 Meter Hindernis für das sechste Gold!

Hindernis-Ass Gesa Krause stürmte wieder zu Gold, die deutsche Sprintstaffel um Gina Lückenkemper rannte zu Bronze - und 42.350 Zuschauer im Berliner Olympiastadion feierten noch einmal ein stimmungsvolles Sportfest. Für die deutsche Leichtathletik sind die Europameisterschaften ein Sommermärchen gewesen, das Olympia-Hoffnungen für Tokio 2020 weckt. Am Schlusstag schraubte das Gastgeber-Team die Bilanz auf 19 Medaillen (6 Gold/7 Silber/6 Bronze) - so viele Plaketten gab es zuletzt bei der Heim-EM 2002 in München.

Nach ihrem bitteren Sturz bei der WM 2017 in London verteidigte Krause über 3000 Meter Hindernis souverän ihren Titel von 2016. Die 26 Jahre alte Frankfurterin triumphierte in 9:19,80 Minuten und rannte strahlende eine Ehrenrunde. «Ich wollte hier unbedingt gewinnen. Ich hatte keinen Plan B, für mich kam nur der Sieg hier in Frage», sagte sie. Es war der sechste Titel für die Gastgeber.

«Es haben viele Dinge funktioniert, aber bei weitem nicht alles», bilanzierte Idriss Gonschinska, der Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes am Sonntag. Da geht also noch mehr? «Die deutsche Leichtathletik hat in dieser Woche einen Schub bekommen, den wir hoffentlich in den nächsten Jahren nutzen werden», sagte Verbandspräsident Jürgen Kessing.

Den Heimvorteil haben viele der 125 DLV-Athleten im Olympiastadion nutzen können. «Am Tag X performen - das war unser Motto. Und davon ist sehr, sehr viel aufgegangen», betonte Gonschinska.

Die vom DLV ausgeklügelte Dramaturgie des Erfolgs ist perfekt aufgegangen: Jeden Abend gab es Medaillen für deutsche Asse. Sechsmal erklang die Nationalhymne auf dem Breitscheidplatz: für die Speerwurf-Asse Thomas Röhler und Christin Hussong, Zehnkampf-König Arthur Abele, Hochspringer Mateusz Przybylko, Weitspringerin Malaika Mihambo und die Hindernis-Läuferin Gesa Krause.

Die Frauenstaffel mit Lisa-Marie Kwayie (Berlin), Einzel-Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper, Tatjana Pinto und Rebecca Haase rannte über 4 x 100 Meter noch auf Platz drei. Bei den Männern legte Lukas Jakubczyk beim letzten Stabwechsel im Vorlauf einen üblen Sturz hin, ausgelöst durch eine Oberschenkel-Verletzung, und riss Julian Reus mit. Mehrfach bandagiert und mit einer Platzwunde am Kopf verließ Jakubczyk das Stadion - aus der Traum von einer Medaille. Reus zog sich eine Schulter-Blessur zu.

Deutschland Top-Lauftalent Konstanze Klosterhalfen aus Leverkusen belegte über 5000 Meter in 15:03,73 Minuten Rang vier. Für das sportliche Highlight sorgte der 18 Jahre junge Schwede Armand Duplantis im Stabhochsprung mit seinem sensationellen 6,05-Meter-Satz zu Gold. (dpa)

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