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European Championships - Leichtathletik (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/)

Röhler erstmals Speerwurf-Europameister - Silber für Dutkiewicz

Gold für Thomas Röhler, Silber für Andreas Hofmann - am deutschen Speerwurf-Abend bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin triumphierte der Olympiasieger aus Jena vor dem deutschen Titelträger aus Mannheim. Mit einem Jubelschrei und Sprung in den Wassergraben genoss Röhler seinen Triumph. 39 335 begeisterte Zuschauer im Olympiastadion feierten am Donnerstagabend das wurfgewaltige Duo - und die Hürdensprinterinnen Pamela Dutkiewicz und Cindy Roleder für Silber und Bronze.

Röhler holte damit den zweiten EM-Titel für das 125-köpfige deutsche Team nach Zehnkampf-König Arthur Abele. Nach drei Finaltagen haben die Gastgeber in der Hauptstadt nun neun Medaillen gesammelt.

Aus dem erträumten Gold-Silber-Bronze für die drei weltbesten Speerwerfer in diesem Jahr wurde es nichts, denn Johannes Vetter schlug am Ende enttäuscht die Hände vors Gesicht. Ein Jahr nach seinem WM-Sieg von London musste sich der Offenburger mit Rang fünf zufrieden geben.

32 Jahre nach dem Sieg von Klaus Tafelmeier hat Deutschland aber in Röhler wieder einen Speerwurf-Europameister. Der 26-Jährige schleuderte das Wurfgerät im dritten Durchgang auf 89,47 Meter hinaus und nahm Hofmann damit die Führung ab. Der Student der Sportwissenschaft gewann aber mit 87,60 Metern Silber. Weinend vor Freude fiel er Röhler später in die Arme.

«Thomas hat seine ganze Routine ausgespielt, ich freue mich für die beiden so sehr», sagte Bundestrainer Boris Obergföll, der auch Heimtrainer von Vetter ist. Dieser hatte die Saison mit der noch gültigen Weltjahresbestweite von 92,70 eröffnet, zog sich später aber eine Oberschenkelverletzung zu. Er kam nicht mehr an seine Topform heran und ärgerte sich nun über seine 83,27 Meter. Bronze holte der Este Magnus Kirt aus Estland mit 85,96.

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European Championships - Leichtathletik (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Die Weißrussin Elvira Herman schnappte Dutkiewicz und Roleder über 100 Meter Hürden Gold weg. Sie triumphierte in 12,67 Sekunden vor der WM-Dritten aus Wattenscheid (12,72) und der entthronten Titelverteidigerin aus Halle/Saale (12,77). Ricarda Lobe aus Mannheim konnte mit Platz fünf zufrieden sein. (dpa)

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