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Waldbrand bei Byhlen, Brandenburg (Foto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/d)

Brand in der Lieberoser Heide nach zwei Tagen unter Kontrolle

Das Feuer in der Lieberoser Heide (Dahme-Spreewald) in Südbrandenburg ist unter Kontrolle, die Löscharbeiten zogen sich am Montagnachmittag aber noch hin. Nach Angaben der Regionalleitstelle Lausitz habe sich das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz nicht weiter ausgebreitet. Am Nachmittag standen demnach noch immer 100 Hektar in Flammen. Knapp 70 Feuerwehrleute kämpften gegen den Brand. Unterstützt wurden sie von zwei Hubschraubern der Landes- sowie der Bundespolizei. Eine Gefahr für Anwohner bestand nicht.

Das Feuer war am Samstagmittag ausgebrochen. Wie der Pressereferent des Landkreises Dahme-Spree, Bernhard Schulz, sagte, wurde das Feuer zu einem sogenannten Großschadensereignis eingestuft. Demnach liege die Einsatzleitung noch beim Amt Lieberose, der Landkreis sei aber involviert. Damit werde es einfacher, weitere Geräte für die Brandbekämpfung zur Verfügung zu stellen.

Die Brandbekämpfung ist nach Angaben des Sprechers auch deshalb schwierig, weil es vor allem in der so genannten roten Zone brenne. Diese dürfe nicht betreten oder befahren werden, weil sie mit Munition belastet sei. Gelöscht wird deshalb von außen über befahrbare Waldwege.

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Waldbrand bei Byhlen, Brandenburg (Foto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/d)

Von Samstag auf Sonntag hatte sich die Brandfläche von etwa 40 auf rund 80 Hektar verdoppelt. Erst vergangenen Freitag hatte die Feuerwehr einen Einsatz in der Lieberoser Heide beendet. Über einen Zeitraum von knapp eineinhalb Wochen hatte dort ein Großbrand die Einsatzkräfte beschäftigt.

Der Brand an einer Bahnstrecke zwischen Finsterwalde und Falkenberg im Süden Brandenburgs war nach Angaben der Feuerwehr ebenfalls unter Kontrolle. Auch dort hatte Munition im Boden die Löscharbeiten erschwert. Mehr als 500 Feuerwehrleute konnten das Feuer auf einer Fläche von 43 Hektar soweit eindämmen, dass es nun abklinge. Aktuell gehe es um Nachlöscharbeiten. Ursache für den Brand sei wahrscheinlich Funkenflug von einem Zug gewesen.

Die Flammen hatten teils auf Böschungen, Felder und Wald übergegriffen. Auf der Strecke kam es vorübergehend zu Zugausfällen. Am Sonntagnachmittag konnte nach Angaben des Landkreises Elbe-Elster die sogenannte Großschadenslage jedoch aufgehoben werden.

Ohne die aktuellen Brände haben in Brandenburg seit Jahresbeginn bereits mehr als 1000 Hektar Waldfläche gebrannt. Das entspricht ungefähr der Größe von 1400 Fußballfeldern. Beim größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte im Land brannten auf einem früheren Truppenübungsplatz bei Jüterbog im Juni 744 Hektar. (dpa)