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Regierender Bürgermeister begrüßt Luftbrücken-Veteran Halvorsen (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

«It's good to be home»: Luftbrücken-Veteran Gail Halverson in Berlin

70 Jahre nach dem Ende der sowjetischen Blockade West-Berlins ist US-Luftbrückenveteran Gail Halvorsen in der Hauptstadt eingetroffen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) begrüßte den 98-Jährigen am Freitag im Rathaus und unterhielt sich mit ihm bei einem Kaffeekränzchen. «It's good to be home», sagte Halvorsen zu Müller, es sei gut, wieder zu Hause zu sein.

Der rüstige Veteran, der Berlin seit Jahrzehnten eng verbunden ist, trug seine alte Air-Force-Uniform mit dem Bundesverdienstkreuz, das ihm in den 1970er Jahren verliehen worden war. Begleitet wurde er von seinen beiden Töchtern.

In den kommenden Tagen warten viele Termine auf den hochbetagten Halvorsen. Höhepunkt ist ein großes Fest am Sonntag auf dem früheren Flughafengelände in Tempelhof, auf dem während der Luftbrücke 1948/1949 «Rosinenbomber» mit dringend benötigten Gütern wie Lebensmittel oder Kohle landeten. Am Montag besucht Halvorsen eine Schule im Stadtteil Dahlem, die nach ihm benannt ist.

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Regierender Bürgermeister begrüßt Luftbrücken-Veteran Halvorsen (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Während der Blockade zwischen dem 26. Juni 1948 und 12. Mai 1949 versorgten Amerikaner, Briten und Franzosen mit Flugzeugen die Menschen den Westteil Berlins. US-Pilot Halvorsen gelangte zu besonderer Bekanntheit, weil er im Landeanflug selbstgebastelte Taschentuch-Fallschirme mit Schokolade und Kaugummis für die Kinder abwarf und damit unter seinen Kollegen viele Nachahmer fand. An dem Termin im Rathaus nahm auch Mercedes Wild teil, die als Kind in den Genuss der Süßigkeiten kam und eng mit Familie Halvorsen befreundet ist. (dpa)

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