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Gewalt an Schulen (Foto: Oliver Berg/dpa)

Wir haben mit Anti-Mobbing-Coach Carsten Stahl gesprochen... SPREERADIO-INTERVIEW HIER!

Die Eltern von der Hausotter-Grundschule haben sich am Wochenende zu einem Gespräch im Reinickendorfer Kiez mit dem Anti-Gewalt-Coach Carsten Stahl getroffen, um mit ihm zu besprechen, wie es mit der extremen-Mobbing-Problematik an der Schule weitergeht.

Berlin-Reporter Toni Schmitt hat mit Carsten Stahl ein Interview geführt. Hören Sie vom Anti-Mobbing-Coach konstruktive Informationen und Tipps, wie Sie dem Thema Mobbing begegnen können:

Spreeradio-Interview mit Carsten Stahl

www.stoppt-mobbing.de

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Mobbing (Foto: Oliver Berg/dpa)

Stichwort: Maßnahmen gegen Mobbing in Berlin

In Fällen von Mobbing erwartet Berlins Senatsbildungsverwaltung nach eigener Darstellung, dass Schulen früh eingreifen und gegebenenfalls die Hilfe von Schulpsychologen in Anspruch nehmen. Dazu gebe es Notfallpläne, wonach sich Eltern, Schüler und Lehrer auch direkt an die Fachleute wenden können. Das neue Schulgesetz verpflichte zur Einrichtung von Krisenteams für Schulen. Aktuell hätten 90 Prozent der Schulen solche Teams.

Seit Neuestem gibt es laut Bildungsverwaltung das Präventions- und Interventionsprojekt «Pro Respekt - gewaltfreie Schulen demokratisch entwickeln». Demnach werden an Schulen mit besonderen Problemen je zwei geschulte Sozialarbeiter eingesetzt. Außerdem ist geplant, die Anti-Diskriminierungsstelle auszubauen, an die sich Betroffene vertraulich wenden können.

Schließlich gibt es im Kampf gegen Mobbing das sogenannte Bonus-Programm für Schulen in schwieriger sozialer Lage, dessen Geld sie eigenständig einsetzen können. Nach Senatsangaben erhalten darüber rund 290 Schulen 18,5 Millionen Euro jährlich. (dpa)

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Trauer um tote Schülerin (Foto: Paul Zinken/dpa)

Zerrissene Klamotten und kein Geld: Anzeichen für Mobbing bei Kindern

Kommt das Kind nicht mehr mit dem Taschengeld aus? Fehlt Schulmaterial im Ranzen? Oder kommt das Kind mehrfach mit zerrissenen Klamotten nach Hause? All das können neben blauen Flecken, häufigem Bauch- und Kopfweh und fehlender Motivation Warnsignale dafür sein, dass ein Kind in der Schule gemobbt wird. Darauf weist die Sicher-Stark-Initiative hin, die sich für den Schutz von Kindern einsetzt.

Betroffene Kinder haben meist keine Lust mehr, in die Schule zu gehen. Ihnen ist ihre frühere Fröhlichkeit abhanden gekommen und sie lassen plötzlich Ehrgeiz vermissen. Bemerken Eltern solches Verhalten, sollten sie zunächst mit dem Kind reden und ganz konkrete Fragen stellen - noch bevor sie Polizei oder Anwalt einschalten oder vertrauensvolle Gespräche mit Schulsozialarbeitern, Erziehern, Lehrkräften und Schulleitung führen.

Hilfe für Mobbing-Opfer gibt es auch beim Kinder- und Jugendtelefon «Nummer gegen Kummer» unter 0800 111 0 333 oder im Netz unter www.nummergegenkummer.de. (dpa)