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Kinder spielen in einer Kita (Foto: Christoph Soeder/dpa)

«Betreuungsplatz dringend gesucht»

Berlins Familiensenatorin Sandra Scheeres hat die massive Kritik von Betriebsräten und Gewerkschaft an der zunehmenden Zahl von Quereinsteigern in Kitas zurückgewiesen. «Allein mit klassisch ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern können wir den Fachkräftebedarf nicht decken», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen daher weiter alles daran setzen, mehr Fachkräfte auszubilden und Quereinsteigende zu qualifizieren.»

Kitas müssten in Zukunft verstärkt mit multiprofessionellen Teams arbeiten, so Scheeres weiter. Derzeit sei ein Konzept in Arbeit, wie dies umgesetzt werden könne und wie man Kitas dabei unterstützen könne. «Wenn dies gut gelingt, ist es eine Bereicherung im Kita-Alltag.»

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie Betriebsräte von Kita-Trägern hatten vor zwei Wochen in einem offenen Brief gegen Scheeres' Personalstrategie protestiert. «Immer mehr unausgebildete Berufsanfänger werden eingestellt, während es keine zeitlichen Ressourcen für die notwendige Einarbeitung gibt», hieß es. «Trotzdem werden Quereinsteiger vom ersten Tag an voll auf den Personalschlüssel angerechnet.»

Obwohl immer weniger ausgebildetes Personal in den Kitas arbeite, steige die Anzahl der zu betreuenden Kinder, hieß es weiter. Dadurch fehle Erziehern Zeit für elementare pädagogische Arbeit. «Die Grenzen der Belastbarkeit sind überschritten.» (dpa)

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