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Ordnungsämter in Berlin (Foto: Paul Zinken/dpa)

Berliner Ordnungsämter verteilen länger Knöllchen

Die Mitarbeiter von Berliner Ordnungsämtern sind ab sofort länger in der Stadt unterwegs. Falschparker etwa müssen nunmehr täglich von 6 bis 24 Uhr mit einem Knöllchen rechnen. Das vereinbarten der Senat und der Hauptpersonalrat, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag mitteilte. Auf freiwilliger Basis können die Bezirke demnach mit den örtlichen Personalvertretungen noch weitergehende Einsatzzeiten vereinbaren.

Bisher arbeitete der Allgemeine Ordnungsdienst sonntags bis donnerstags zwischen 6 und 22 Uhr. Freitags und samstags sind die Mitarbeiter vielfach bereits von 6 bis 24 Uhr im Einsatz.

Die Verlängerung der Zeiten hatte unter anderem Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) im Vorjahr ins Spiel gebracht, um den Gegebenheiten in der Metropole, die quasi nie schläft, mehr Rechnung zu tragen. Allerdings ging der Umsetzung ein längeres Ringen mit der Personalvertretung voraus. Angesichts von Personalknappheit in etlichen Ämtern gab es viele skeptische Stimmen.

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Ordnungsämter in Berlin (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Nun wurde Geisel zufolge eine für alle Seiten gute Lösung gefunden: «Die neue Dienstvereinbarung berücksichtigt sowohl die Interessen der Bürgerinnen und Bürger nach einer zeitlich längeren Präsenz der Ordnungsämter wie auch die Bedürfnisse der betroffenen Beschäftigten», erklärte er.

Wie es weiter hieß, wurde die Zahl der Stellen im Ordnungsdienst der Bezirke um 102 auf rund 560 erhöht. Das Aufgabenfeld der Mitarbeiter ist breit gefächert. Sie gehen unter anderem gegen Falschparker vor, werden bei Lärmbeschwerden aktiv, kümmern sich um illegal abgelagerten Müll und Verstöße gegen den Jugendschutz. Auch bei Verstößen gegen Regeln für Geschäfte und andere Gewerbebetriebe oder gegen das Lebensmittelrecht sind sie oft erste Ansprechpartner. Sie arbeiten eng mit Polizei, Feuerwehr, Stadtreinigung und anderen Behörden zusammen.

Gegründet wurden die Ordnungsämter vor 15 Jahren. Dies geschah seinerzeit auch, um die Polizei zu entlasten. (dpa)

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