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Plastiktütenverbot (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Berliner Handel spricht von Populismus - Ministerin wortbrüchig

Der Berliner Handel geht mit Bundesumweltministerin Schulze hart ins Gericht. „Populismus scheint eine ansteckende Krankheit zu sein“, kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, die SPD-Politikerin im Gespräch mit 105‘5 Spreeradio. Er verwies auf eine Vereinbarung mit dem Umweltministerium. „Der Handel hat diese Vereinbarung in den vergangenen zwei Jahren übererfüllt“, betonte Busch-Petersen. Man habe die Zahl der Plastiktüten weit mehr reduziert als zunächst vereinbart.

Der Handel erreiche so schon jetzt die Werte, die europaweit eigentlich erst für Mitte der 20er Jahre vorgegeben seien. „Es gibt keinen Grund für ein jetziges Verbot, es sei denn, man möchte auf der populistischen Welle surfen“. Von den politisch Verantwortlichen erwartet Busch-Petersen, dass im Rahmen der Mitzeichnung anerkannt wird, dass der Handel die getroffene Vereinbarung bislang „buchstabengetreu erfüllt.“ Die Ministerin hingegen werde „faktisch vertragsbrüchig, in dem sie einseitig Konditionen verändert.“

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Plastiktütenverbot (Foto: Marcel Kusch/dpa)