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Sicherheit auf dem Alexanderplatz (Foto: Paul Zinken/dpa)

«Alex»-Polizeiwache als Touristenbüro: Bislang 50 000 Auskünfte

Die vor zwei Jahren auf dem Berliner Alexanderplatz eröffnete Polizeiwache fungiert vor allem als Auskunftsbüro für Touristen. Bislang seien rund 50 000 Auskünfte erteilt worden, sagte der stellvertretende Leiter der Wache, Robin Gottschlag, dem Sender RBB 88.8. Die Polizisten hätten vor allem Touristen bei der Suche nach Hotels, Restaurants oder dem richtigen Bus geholfen.

Im gleichen Zeitraum seien rund 5000 Anzeigen aufgenommen worden, meist wegen Diebstahls. Zudem seien 2000 Fundsachen abgegeben worden. Bei den Anzeigen gehe es oft um Vorfälle, die gar nicht am Alexanderplatz stattgefunden hätten. Deshalb lasse sich nicht sagen, ob die Wache den Platz sicherer gemacht hat, so Gottschlag. Gestiegen sei vor allem die gefühlte Sicherheit, weil die Polizei deutlich sichtbar sei.

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Alexanderplatz in Berlin-Mitte (Foto: Sven Braun/dpa)

Die Mehrzahl der erfassten Straftaten, die am Alexanderplatz geschehen, landet als Anzeige gar nicht in der dortigen Polizeiwache, sondern in anderen Dienststellen. Das geht aus einem Vergleich mit allgemeinen Kriminalitätszahlen zu dem Ort hervor.

So registrierte die Polizei allein von Januar bis Juli dieses Jahres 4352 Straftaten mit dem Tatort Alexanderplatz, wie aus einer im Sommer veröffentlichten Antwort des Senats auf eine Anfrage hervorging. 2018 waren es 6767 Taten. Die meisten davon waren Diebstähle, vor allem Ladendiebstähle. Außerdem gab es Anzeigen wegen Betrugs, Schwarzfahrens, Drogenhandels und Beleidigungen. Gewalttaten wie Körperverletzungen und Raub machten in diesem Jahr nur rund zehn Prozent der Delikte aus.

Der Alexanderplatz war durch eine Reihe von Schlägereien, Messerstechereien und Taschendiebstählen in Verruf geraten. Die Behörden verstärkten deshalb vor zwei Jahren ihre Maßnahmen mit einer eigenen Polizei-Ermittlungsgruppe «Alex», der «Alex-Wache» und einem speziell abgestellten Staatsanwalt. (dpa)