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Berlin: Innensenator Andreas Geisel (SPD) (Foto: Paul Zinken/dpa)

Kampf gegen Kriminalität am Alex - Senat sieht erste Erfolge

Das Bündel von Maßnahmen von Polizei und Justiz gegen die Kriminalität am Berliner Alexanderplatzzeigt nach Meinung des Senats Wirkung. Diebstähle, Überfälle und Körperverletzungen seien seit dem vergangenen Winter weniger geworden, teilten Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Freitag mit. Zugleich habe es einen Anstieg bei den registrierten Straftaten wie Ladendiebstahl und Drogenhandel gegeben. Das sei aber auf die stärkeren Kontrollen zurückzuführen. Auch diese Entwicklung sei daher ein Erfolg.

Der Leiter der Staatsanwaltschaft Berlin, Jörg Raupach, sagte am Freitag bei einem Rundgang über den «Alex», in zwei oder drei größeren Tatkomplexen stünden Anklagen bevor und es gebe Haftbefehle gegen Verdächtige. Seit dem 1. März gebe es einen Staatsanwalt, der speziell für Täter vom Alexanderplatz zuständig sei. Dadurch könne die Justiz die dort aktiven Tätergruppen besser als früher im Auge behalten und schneller und effektiver ermitteln. Üblicherweise erfolgt die Zuordnung von Verdächtigen nach dem Anfangsbuchstaben ihres Namens an bestimmte Staatsanwälte.

Der Alexanderplatz war wegen vieler Diebstähle und Gewaltdelikte in Verruf geraten. Taschendiebstahlbanden sind dort aktiv. Größere Gruppen von Flüchtlingen treffen sich seit dem vergangenen Winter fast täglich am Fuß des Fernsehturms, auch dabei kommt es zu Schlägereien. Außerdem geraten in den Nächten des Wochenendes betrunkene junge Menschen aneinander.

Die Kriminalpolizei hatte am 1. November 2017 eine Ermittlungsgruppe (EG) «Alex» gegründet. Am 15. Dezember 2017 wurde eine neue Polizeiwache, die sogenannte «Alex-Wache», eingerichtet. Zuletzt wurde auch die Zusammenarbeit mit den Staatsanwälten verstärkt. (dpa)