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Michael Müller (Foto: dpa) und Oliver Schruoffeneger (Foto: Pressestelle Charlottenburg-Wilmersdorf)

Streit zwischen Bezirk und Regierendem Bürgermeister um brachliegende Fläche

Die brachliegende Fläche am Westkreuz hat zu einem Streit zwischen dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) geführt.

Der zuständige Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) will die Brache als Grünfläche mit Spielplätzen für die Naherholung nutzen. Wohnungen sollen dort nicht entstehen. Das sieht der Regierende Bürgermeister Michael Müller kritisch. Er sagte dem Radiosender 105‘5 Spreeradio, dass er zwar Verständnis habe, dass ein Innenstadtbezirk Grünflächen haben wolle. «Aber der Bezirk braucht auch dringend Wohnungen», so Müller weiter. Der Regierende Bürgermeister kann sich ein Modell wie bei der Kolonie Oeynhausen vorstellen. Dort ist die eine Hälfte grün geblieben, die andere Hälfte wird bebaut. «Genau so einen Weg möchte ich zumindest mit dem Bezirk auch mal besprechen», sagte Müller weiter. Er nannte die Pläne des Bezirks einen «Schnellschuss», so ein Baupotenzial einfach aufzugeben. Diesen Weg wolle er nicht mitgehen.

Bezirksstadtrat Schruoffeneger will aber nicht klein beigeben. Er erklärte 105'5 Spreeradio schriftlich, dass er in den nächsten Tagen «den Kontakt zu Herrn Müller suchen werde.»

Streit um Brache am Westkreuz