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Berliner Dreieck Funkturm wird jahrelang zur Baustelle (Foto: Soeren Stache/dpa)

Berliner Dreieck Funkturm wird jahrelang zur Baustelle

Für Autopendler aus dem westlichen Umland wird der Weg von und nach Berlin in einigen Jahren eine noch größere Geduldsprobe. Grund ist der geplante Neubau des bundesweit am stärksten belasteten Autobahndreiecks am Funkturm in Charlottenburg. Die Arbeiten sollen frühestens 2023 beginnen und werden mindestens sieben Jahre dauern, wie die Baugesellschaft Deges am Donnerstag ankündigte.

Sie will zwar bei fließendem Verkehr bauen. Doch auf den Behelfsstrecken wird es voraussichtlich langsamer vorangehen. Je nach Dauer der Planfeststellungsverfahren könnte parallel auch der Neubau der Rudolf-Wissel-Brücke der A100 laufen und weiter nördlich auf der A111 gebaut werden.

«Es ist unvermeidbar. Das Autobahndreieck ist am Ende seiner Dauerhaftigkeit angelangt», sagte Burkhard Pott, Projektleiter bei der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges). Bei 24 der 25 Brücken bestehe Handlungsbedarf.

Geplant ist, den Rasthof Avus zu schließen und das Autobahndreieck von A100 und A115 (Avus) über dessen Areal zu führen. Die Anschlussstelle Messedamm wird an die A115 südlich des S-Bahnhofs Messe Süd verlegt.

Mehr Fahrstreifen wird es nicht geben. Das sei nur sinnvoll, wenn es auf der gesamten Stadtautobahn geschehe, sagte Pott. «Wir werden nicht dafür sorgen, dass der Feierabendstau vorbei ist.» Längere Ein- und Ausfädelspuren sollen aber insgesamt einen flüssigeren Verkehr und weniger Unfälle bringen.

Außerdem werden neue und zum Teil höhere Lärmschutzwände gebaut. Die Anwohner sollten am Donnerstagabend informiert werden. Die Deges sagte einen engen Dialog zu.

Direkt an der Strecke liegt der frühere Güterbahnhof Grunewald, dessen Bebauung immer wieder diskutiert wird. Für ihn ist im Bauplan für das Dreieck kein Autobahnanschluss vorgesehen.

Das Dreieck Funkturm ist in den 60er Jahren gebaut worden und für 20 000 Fahrzeuge pro Tag konzipiert. Heute sind es 230 000. Die Avus-Tribüne und das Avus-Hotel müssen dem Neubau nicht weichen, sie stehen unter Denkmalschutz. (dpa)

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