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E-Tretroller vor dem Brandenurger Tor (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Unfallkrankenhaus: Mehrere schwer verletzte E-Tretroller-Fahrer

Seit rund zwei Wochen sind sie auf Straßen in Deutschland erlaubt: Mit dem neuen Verkehrsmittel E-Scooter häufen sich in Berlin die Unfälle. Allein am vergangenen Wochenende seien vier Menschen nach Stürzen von Elektro-Tretrollern stationär aufgenommen worden, sagte eine Sprecherin des Unfallkrankenhauses Berlin in Marzahn (UKB) auf Anfrage. Zwei weitere, leichter verletzte E-Roller-Fahrer konnten die Klinik nach einer Behandlung wieder verlassen.

Die Schwerverletzten brachen sich den Angaben zufolge verschiedene Knochen, etwa einen Rückwirbel oder die Hand. Ein Patient habe sich eine Kopfplatzwunde und eine Gehirnerschütterung zugezogen. Der Unfallhergang war laut der UKB-Sprecherin unterschiedlich: Eine Frau sei zum Beispiel in den fließenden Verkehr geraten und von einem langsam fahrenden Lastwagen mitgeschleift worden. Ein Mann sei betrunken gewesen und gestürzt. Die Häufung der Vorfälle gebe Anlass, die Entwicklung weiter zu beobachten, hieß es am UKB.

Die Polizei hatte Ende vergangener Woche von den ersten bekannten schweren Unfällen mit den E-Tretrollern berichtet - zwei Fahrerinnen trugen Knochenbrüche davon. Die Gefährte können bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Führerschein, Mofa-Prüfbescheinigung oder ein Helm sind nicht vorgeschrieben. Fahren darf man auf dem Radweg oder sonst auf der Straße. (dpa)

Erste Polizeibilanz: Unfälle und Verstöße von Rollerfahrern

Nach der Zulassung der neuen E-Tretroller auf deutschen Straßen hat die Berliner Polizei bereits eine Reihe von Verstößen im Straßenverkehr festgestellt und mehrere Unfälle aufgenommen. In einer ersten kurzen Bilanz appellierte die Polizei am Dienstag «ausdrücklich» an die Fahrer, sich vor dem Start in den Berliner Straßenverkehr mit dem Roller vertraut zu machen.

In den ersten beiden Wochen seit der Zulassung der sogenannten E-Scooter seien acht Verkehrsstraftaten bekannt geworden, so die Polizei. In fünf Fällen waren die Fahrer angetrunken oder betrunken, in zwei dieser Fälle gab es außerdem einen Unfall, bei dem die Fahrer leicht verletzt wurden. Drei weitere E-Scooter waren nicht versichert. Wie viele Verstöße gegen das Verbot zur Gehwegnutzung festgestellt wurden, war noch nicht bekannt.

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E-Tretroller-Anbieter Circ startet in Berlin (Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Die Polizei stellte fünf weitere Verkehrsunfälle mit E-Scootern fest, die alle von den Fahrern verursacht wurden. Vier Mal verletzte sich der Fahrer, zwei Mal schwer. Bei einem Unfall mit einer Straßenbahn entstand lediglich Sachschaden.

Die beiden Fälle mit den schweren Verletzungen ereigneten sich am vergangenen Donnerstag und waren bereits bekannt. Einmal war eine 26-jährige Touristin in der Friedrichstraße in Mitte gegen einen Lastwagen gefahren und hatte sich das Schienbein gebrochen. Dann war eine 33-jährige Frau in Friedrichshain gegen ein geparktes Auto gestoßen. Sie stürzte, wurde von einem Kleintransporter überrollt und erlitt mehrere Knochenbrüche.

Die Polizei betonte: «Die neuen E-Scooter sind keine Kinderspielzeuge, sondern Kraftfahrzeuge.» Es gelten die gleichen Promillegrenzen beim Alkohol wie beim Autofahren. Auch wenn es keine Helmpflicht gebe, «wird das Tragen dringend empfohlen». (dpa)