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Stechmücke  (Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Kaum Plagegeister - Dank Trockenheit gibt es weniger Mücken

Wegen der andauernden Trockenheit sind nach Einschätzung von Fachleuten in diesem Jahr deutlich weniger Stechmücken in Deutschland unterwegs. «Im Moment gibt es so gut wie keine Mücken», sagte der Biologe Dirk Reichle von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) dem «Südkurier». Stechmücken werden in Süddeutschland auch als Schnaken bezeichnet. «Mitte Juni hatte der Rhein einen Wasserstand-Hochpunkt erreicht, seitdem herrscht mehr oder weniger Dürre.» Die Brutstätten zum Beispiel am Oberrhein seien «sozusagen knochentrocken».

Nach zahlreichen Niederschlägen zum Jahresstart hatten Experten zuerst eine mückenreiche Saison erwartet. Reichle betonte nun: «Dieses Jahr bleibt voraussichtlich eher mückenarm.»

Neben der Hausmücke hat sich dem Experten zufolge in Deutschland auch die Asiatische Tigermücke verbreitet. Das Insekt kann gefährliche Viren übertragen. Dazu gehört das Denguefieber - eine Krankheit mit hohem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die tödlich enden kann. Erstmals wurde die wärmeliebende Asiatische Tigermücke Ende September 2007 an einem Rastplatz der Autobahn 5 bei Weil am Rhein (Baden-Württemberg) gefunden. (dpa)


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Mückenjägerin bittet Berliner um Mithilfe (Foto: Gregor Fischer/dpa)

Dürre erschwert Mückensammlung von Berliner Biologin

Die lange Trockenheit in Berlin erschwert die Forschung einer Berliner Biologin zu Stechmücken in der Hauptstadt. Seit April macht sie in sechs ausgewählten Gebieten mit einem speziellen Mückensauger Jagd auf die kleinen Blutsauger. Doch die für Mücken ungünstige Witterung verhindert eine größere Ausbeute, wie Nadja Pernat vom Leibniz-Institut für Agrarlandforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Sie bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Berliner können selbst gefangene Mücken an den ZALF-«Mückenatlas» schicken. Eine Anleitung gibt es auf der Projektwebseite - die toten Mücken sollen nicht zerquetscht werden.

In Pernats Vorhaben geht es vorrangig um bevorzugte Brutstätten von Stechmücken in Berlin und möglicherweise bestehende Flugstrecken in Wohngebiete. Daneben will sie erstmals nach Jahrzehnten wieder Ergebnisse zur Mückenvielfalt in Berlin vorlegen. Zudem geht es um die Frage, wann sich invasive Stechmückenarten in Berlin etablieren. (dpa)

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