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Musikdemo Zug der Liebe (Foto: Christoph Soeder/dpa)

Letzter «Zug der Liebe» fast störungsfrei zu Ende gegangen

Mit 15 bunten Musiktrucks und teils schrill gekleidet sind mehrere tausend Menschen beim «Zug der Liebe» durch Berlin getanzt. Aus Sicht der Veranstalter verlief trotz kleiner Regenschauer am Samstag alles planmäßig und ohne besondere Vorkommnisse, wie Organisator Jens Schwan mitteilte. Der Zug schlängelte sich vom Sowjetischen Ehrenmal in Treptow über Kreuzberg und nach Friedrichshain, wo er gegen 21 Uhr endete.

Mit insgesamt 48 eingeleiteten Strafermittlungsverfahren und elf Festnahmen bezeichnete die Berliner Polizei ihren Einsatz bei dem Umzug als «überwiegend störungsfrei». Es seien rund 400 Beamte vor Ort gewesen, von denen drei verletzt wurden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Zu mehreren sexuellen Belästigungen war es in der Andreasstraße und der Frankfurter Allee gekommen. Dabei wurde ein alkoholisierter 24-Jähriger vorübergehend festgenommen. In der Karl-Marx-Allee griffen Betrunkene und unter Drogeneinfluss stehende Raver Polizei und Rettungskräfte an.

Während der Abschlusskundgebung flogen Pyrotechnik und Flaschen gegen Wohnhäuser. Gegen 22.30 Uhr stach ein Unbekannter an der Frankfurter Allee Ecke Schulze-Boysen-Straße einem 25-Jährigen in den Oberschenkel. Das Opfer musste in einer Klinik behandelt werden.

Der «Zug der Liebe» fand in diesem Jahr zum vierten und letzten Mal statt. «Wir haben nicht genügend Geld und Zeit, um uns neben unseren Jobs weiter um die Organisation zu kümmern» , sagte Organisator Jens Schwan der dpa. In diesem Jahr habe man versucht, den Rave mit Spenden zu finanzieren. Es seien jedoch nur 9000 Euro von benötigten 100 000 Euro im Vorfeld zusammengekommen. Jeder Besucher etwa 5 Euro spenden müssen, um die Kosten für die Musikwagen zu decken. (dpa)

zugderliebe.org