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Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer wetten, dass sie 100 Tage auf ihr Hab und Gut verzichten

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
100 Kino-Minuten verschenkt
1 Pöni: Jämmerlich

100 Dinge

Genre: Komödie
Produktion: Deutschland 2018
Laufzeit: 100 Minuten
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Regie: Florian David Fitz
Darsteller: Matthias Schweighöfer, Florian David Fitz, Miriam Stein, Katharina Thalbach

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Kinostart:
06. Dezember 2018

Zum Film:

Toni liebt seine Espressomaschine. Paul liebt sein Handy. Toni kann nicht ohne Haarpillen, Paul nicht ohne seine heiligen Sneakers. Aber vor allem kann Paul nicht ohne Toni und Toni nicht ohne Paul. Aber das wissen sie nicht. Immer geht es darum, wer besser oder cooler ist, und das haben sie jetzt davon: Jetzt sitzen sie da, ohne Möbel, ohne Kleidung, nackt und verfroren. Und das ist erst Tag eins! Hundert Tage, haben sie gewettet, müssen sie auf alles verzichten. Jeden Tag kommt nur ein Gegenstand zurück.

Und schon verheddern sie sich in Fragen, die ihnen vorher nie gekommen sind: was braucht man wirklich? Besitzen wir unsere Dinge oder unsere Dinge uns? Gibt es den freien Willen überhaupt, und wie oft kann man eine Unterhose wenden, bevor sie auf den Sondermüll muss? (Warner Bros.)

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Foto: 100 Dinge (Warner Bros.)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) SIE sind ja Wiederholungstäter - Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer. Zuletzt bräselten sie herum mit "Der geilste Tag". Als Toni (Schweighöfer) und Paul sind sie beste Kumpels und haben gerade den goldenen Coup mit ihrem Start-Up-Unternehmen gelandet. Denn der amerikanische Internet-Milliardär David Zuckerman (ARTJOM GILZ) bietet 4 Millionen Dollar für ihre App NANA, eine künstliche Intelligenz, die jedem Smartphone eine individuelle Stimme und sogar Humor und Emotionen verleiht. Erst einmal wird im Team gefeiert, gesoffen und - gestritten. Typisch deutsch: Wo man sich gegenseitig vorwirft, eigentlich diesem Dreckskapitalismus und dem damit verbundenen ewigen Konsumrausch verfallen zu sein. Eine Wette muss her: Beide verzichten 100 Tage auf alles, was sie in ihrem Leben gekauft beziehungsweise gehortet haben und: man darf während dieser Zeit auch nichts kaufen. Wer aufgibt oder pfuscht, überschreibt den (bislang ausgebeuteten) Mitarbeitern seine 50 Prozent am Unternehmen. Deal. Und so liegt/steht man (später noch öfters) am nächsten Kater-Morgen buchstäblich nackt in der Gegend herum. Top, die Wette quillt.

Danach die gewohnte Humbug-Stimmung. In Form einer faden "ernsten" Nummern-Streit-Revue, in Sachen Slapstick-lahm, mit vielen kleinen Gag-Pupsern, handelsüblichen lächerlichen wie langweilenden Nebensträngen, ohne jedwede komödiantische bissige Fröhlichkeit, sondern als Kalauer-Parcours mit humorfreien Hindernissen und dem dicken Ausrufungszeichen: Geld und Materielles sind nicht alles! Freundschaft und gar Liebe VIEL wichtiger. Besser. Sei lieber gut. Also gütig. Amen. Beziehungsweise - wenn Toni sich in eine Garagen-Frau "mit Störungen" verliebt (MIRIAM STEIN) wird es zusätzlich seicht kompliziert.

Florian David Fitz (gerade 44 geworden ) und Matthias Schweighöfer (37) haben wieder solch eine unterhaltungslose Luftnummer mit nur angestrengt behaupteten "Problemen" geschaffen. 100 Kino-Minuten verschenkt.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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