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Mit Mofa durch Deutschland - Roadmovie-Komödie mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Gutmütiger mittelprächtiger Streifen!
3 Pönis: Geht so

25 km/h

Genre: Komödie
Produktion: Deutschland 2018
Laufzeit: 116 Minuten
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Regie: Markus Goller
Darsteller: Lars Eidinger, Bjarne Mädel, Sandra Hüller

Filmseite: www.25kmh-derfilm.de
Kinostart:
31. Oktober 2018

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25 km/h

Zum Film

Viel mehr als 25 Kilometer pro Stunde sind mit einem Mofa (abgeleitet von: Motorisiertes Fahrrad) nicht drin. In diesem Film aber machen sich zwei Brüder daran, mit Mofas die BRD zu erkunden.

Lange haben sich Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) nicht gesehen - die Wiederbegegnung hat einen traurigen Hintergrund: Es geht um die Beerdigung des Vaters. Georg, der als Tischler arbeitet und der den Vater bis zuletzt betreut hat, und Christian haben sich zunächst nicht allzu viel zu sagen.

Dann aber tut der Alkohol ein Übriges - und plötzlich steht die verrückte Idee aus Teenager-Tagen wieder im Raum: Warum nicht mal mit dem Mofa quer durch Deutschland tuckern? (dpa)

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Kinostart «25 km/h» (Foto: -/Sony Pictures/dpa)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) Ein Trip als Identitätsfindung. Mit vielen Um-Wegen und den obligatorischen kleinen Abenteuer-chen dazu. Stichwort: Die emotionalen Begegnungen = beim Weinfest mit Ingrid (ALEXANDRA MARIA LARA) und Ute (FRANKA POTENTE); dann mit "Hippie" JELLA HAASE ("Fuck Ju Göhte"), die beide zu einem Selbsterfahrungs-Camp mitschleift; irgendwo im Meck-Pomm wird mit dem aggressiven Ost-Proll Hantel (übertrieben: WOTAN WILKE MÖHRING) erst im Tischtennis duelliert und dann ein (verlorenes) Mofa "zurückgeholt", bis schließlich Christian in Berlin bei seiner Ehemaligen und seinem Sohn vorbeischaut. Sohn und Vater beziehungsweise umgekehrt sind sich noch nie begegnet.

Eine hübsche, nicht weltbewegende, auch vorhersehbare, aber doch mitunter interessant-pointierte Geschichte, die durch LARS EIDINGER (noch als Bertolt Brecht in "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm" in den Kinos) geadelt wird. Eidinger mimt körpersprachlich wunderbar diskret Würde, Zweifel, aufkommende neue Lebenslust. Bjarne Mädel dagegen bleibt in dem Part des - "deutschen" - Griesgrams stecken. Einige Spagate kommt er mal heraus, aber die zünden kaum. "25 km/h" geht als gutmütiger mittelprächtiger Streifen freundlich durch.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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