book_club_plakat.jpg

US-Komödie in der vier ältere Damen beschließen, ihr Sexualleben aufzupeppen

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Eine verbal-spitzzüngige Kalauer-Nummernrevue, die mal mehr, mal weniger funktioniert
3 Pönis: Geht so

Book Club – Das Beste kommt noch

Genre: Komödie
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 105 Minuten
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Regie: Bill Holderman
Darsteller: Jane Fonda, Diane Keaton, Mary Steenburgen, Candice Bergen...

Zur Filmseite... »
Kinostart:
13. September 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Book Club - Das Beste kommt noch

Zum Film:

Mit „Mr. Greys“ Hilfe zu Mr. Right? Vivian (Jane Fonda), Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburgen) und Sharon (Candice Bergen) gehen schon ihr halbes Leben gemeinsam durch dick und dünn, ihr monatlicher „Book Club“ ist für alle ein Pflichttermin und bei jeder Menge Wein sind natürlich auch Männer immer ein Thema.

Eines Tages präsentiert Vivian ihren Freundinnen als neue Buchclub-Lektüre „Fifty Shades of Grey“, den Roman-Bestseller von E. L. James. Und prompt stellen die erotischen Fantasien das Leben der Damen auf den Kopf. Mehr oder weniger freiwillig finden sie sich in ebenso witzigen wie berührenden amourösen Verwicklungen verstrickt... (SquareOne Entertainment)

book_club_szene.jpg
Foto: Book Club - das Beste kommt noch (SquareOne Entertainment)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) erst haben sich Oldie-Kerle abgestrampelt, um im vorgerückten Alter nochmal die Sau 'rauszulassen: 2013, in "Last Vegas", wo sich immerhin Michael Douglas (68); Robert De Niro (69); Morgan Freeman (75) und Kevin Kline (65) unter überhitzten Casino-Bedingungen unter anderen um Mary Steeburgen bemühten. So ganz konnte die Chose aber nicht überzeugen. Um es nett zu formulieren. Jetzt sind starke Alters-Mädels dran. Und wieder mit von der heißen Versuchs-Party: "Oscar"-Lady MARY STEENBURGEN. An ihrer Seite im privaten Bücher-Club, der sich einmal monatlich trifft, um sich über gedrucktes Papier und andere Frivolitäten auszutauschen: die Creme der Creme der weiblichen Hollywood-Ikonen. Als da wären: die zweifache "Oscar"-Preisträgerin JANE FONDA (zur Drehzeit: 79); die "Oscar"-Preisträgerin DIANNE KEATON (71); CANDICE BERGEN ("Auf ein Neues"/"Oscar"-Nominierung) sowie eben auch die "Oscar"-Preisträgerin MARY STEENBURGEN.

Als Hotel-Besitzerin Vivian (Fonda); als gut betuchte Witwe Diane (Keaton); als Bundesrichterin Sharon (Candice Bergen) sowie als von ihrem Ehemann vernachlässigte Ehefrau Carol (Steenburgen) haben sie keine materiellen Nöte und können sich ganz ihrem Freizeit-Laster "Book Club" hingeben. Als sie bei einem Treffen die Lektüre "Fifty Shades of Grey" entdecken, sind sie "interessiert". Betrachten die Lektüre als "Weckruf". Und so lautet die künftig-zünftige Devise: Wir auch: Von wegen Sex im Alter. Als "Gegenüber" bieten sich mehr oder weniger galant an: Andy Garcia; Don Johnson; Richard Dreyfuss, der 70-jährige "Dater" mit einer köstlichen Auto-Nummer, sowie Craig T. Nelson. Das Kabbeln & Co. nimmt numerische Formen an. Will sagen: "Book Club" ist eine verbal-spitzzüngige Kalauer-Nummernrevue, die mal mehr, mal weniger funktioniert. Co-Autor und Debüt-Regisseur Bill Holderman kriegt manch hübsche Spitzen und ulkige Pointen hin, aber irgendwie wirken bei ihm Timing und Gespür noch gehemmt und längst nicht komödiantisch voll ausgereizt.

Deshalb - konzentriert man sich auf das scherzhafte Scharwenzel zwischen den gestandenen und immer noch fidelen, attraktiven Vollblut-Mädels untereinander sowie mit ihren Lover-Begleitern, reicht dies immer noch für einen ulkigen Zwinker-Spaß.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

book_club_plakat.jpg