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Segeltörn wird zum Horror-Trip

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Dieser neue Baltasar-Kormákur-Film "versendet" sich im wässrigen Nirwana!
2 Pönis: Mäßig

Die Farbe des Horizonts

Genre: Thriller
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Baltasar Kormákur
Darsteller: Shailene Woodley, Sam Claflin

Filmseite: www.tobis.de/film/die-farbe-des-horizonts
Kinostart:
12. Juli 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Die Farbe des Horizonts

Zum Film:

Als Tami aufwacht, ist sie allein. Knietief steht das Wasser in der Kabine des Segelboots. Um sie herum knarzt, gurgelt und splittert es - ein Hurrikan hat Tami und ihren Verlobten mitten auf dem Pazifik erwischt.

Stark beschädigt treibt das Boot nun Tausende Kilometer vom Festland entfernt. Für das Paar beginnt ein fast aussichtsloser Überlebenskampf. Mensch gegen Natur: Diese Motiv setzt der isländische Regisseur Baltasar Kormákur nicht zum ersten Mal in Szene - nun mit dem Drama «Die Farbe des Horizonts».

Nach seinem Bergsteiger-Epos «Everest» (2015) setzt der Filmemacher seine Protagonisten diesmal aber nicht im eisigen Himalaya, sondern auf dem schier endlosen Ozean aus. Mit Shailene Woodley und Sam Claflin in den Hauptrollen. (dpa)

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Die Farbe des Horizonts (Foto: -/Tobis/dpa)

Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Der 42jährige isländische Schauspieler, Produzent und Regisseur BALTASAR KORMÁKUR steht bei Cineasten auf der Neugier-Liste; dank seiner teilweise interessant-"ungehobelten" Spannungsmovies wie "101 Reykjavik" (2000); "The Deep"(2010); dem Hollywood-Rotz "2 Guns" (mit Mark Wahlberg und Denzel Washington/s. KRITIK)), "Everest" (s. KIno-KRITIK) sowie zuletzt mit dem Rache-Drama "Der Eid" (s. Kino-KRITIK). Sein neuestes Abenteuer basiert auf Tatsachen und bebildert ein Survival-Drama. Oktober 1983: Die 23jährige Weltenbummlerin Tami Oldham (SHAILENE WOODLEY/"Das Schicksal ist ein mieser Verräter") lernt auf Tahiti den Segler Richard Sharp (SAM CLAFLIN/"Ein ganzes halbes Jahr") kennen und lieben; gemeinsam übernehmen sie den Auftrag, eine Yacht von Freunden von ihm nach San Diego zu überführen. Doch dieser Trip wird zu einem Höllenritt auf dem Wasser.

Nach "All Is Lost" mit dem Segler-Solisten Robert Redford neulich und dem französischen Hochsee-Abenteuer "Turning Tide - Zwischen den Wellen" mit Francois Cluzet (= hierzulande im Dezember 2014 gleich im Heimkino herausgekommen) bekommen es Menschen erneut mit den "Widrigkeiten" der Natur zu tun und müssen ums Überleben bangen. Zumal die Yacht hier, nach einem schweren Sturm-hier, ziemlich ramponiert und Richard so schwer verletzt ist, dass es allein auf das Geschick der jungen Frau ankommt, die - nur mit einem Sixtanten ausgerüstet - sehen muss, wie sie das Wrack navigiert.

Der Film pendelt zwischen den Erinnerungen, den ersten Begegnungen des Paares, und dem "aktuellen Katastrophenstand" auf dem Meer hin und her und kriegt die Identifikation nicht hin. Das emotionale Vermengen mit dem Zuschauer. Ihre privaten Motive sind beliebig, holzschnittartig, und "brechen" die durchaus packenden harten Begebenheiten an Bord. Diese Mischung aus da-Gefühls- und hier- aufwühlende Spannungsemotionen ist kontraproduktiv. Schwächelnd.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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