meg_plakat.jpg

Jason Statham bekommt es mit einem gewaltigen Urzeit-Hai zu tun, der ein Forschungs-U-Boot im Pazifik attackiert

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
MEG ist: Grober Lebenszeit-klauender, total langweilender Kino-Schwachsinn
1 Pöni: Jämmerlich

Meg

Genre: Horror
Produktion: USA/China 2018
Laufzeit: 114 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Jon Turteltaub
Darsteller: Jason Statham, Li Bingbing, Winston Chao, Rainn Wilson

Zur Filmseite... »
Kinostart:
9. August 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Meg

Zum Film:

Ein Tiefsee-Unterwasserfahrzeug, das Teil eines internationalen Meeresbeobachtungsprogrammes ist, wird von einer riesigen, ausgestorben geglaubten Kreatur angegriffen. Nun liegt das Boot manövrierunfähig im tiefsten Graben des Pazifik – und die Crew ist darin gefangen.

Als ihm die Zeit davonzulaufen droht, engagiert ein visionärer chinesischer Meeresforscher (Winston Chao) gegen den Willen seiner Tochter Suyin (Li Bingbing) den Taucher Jonas Taylor (Jason Statham), der Experte für Rettungsaktionen in der Tiefsee ist. Er soll die Crew – und das Meer selbst – vor einer unaufhaltsamen Bedrohung retten: einem prähistorischen, über 20 Meter großen Hai, einem Megalodon.

Was niemand ahnt: Jahre zuvor war Taylor schon einmal dieser furchterregenden Kreatur begegnet. Jetzt, zusammen mit Suyin, muss er sich seinen Ängsten stellen und sein Leben riskieren, um die eingeschlossenen Menschen zu retten – und dabei noch einmal dem größten und schrecklichsten Raubtier aller Zeiten gegenübertreten... (Warner Bros.)

meg_szene.jpg
Foto: Meg (Warner Bros.)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) MEG ist d e r Anwärter auf viele "Goldene Himbeeren" 2019, denn – so viel SCHROTT blinkt selten:

1.) das All ist thematisch abgegrast, Aliens sind derzeit kein Film-Thema. Was also veranstaltet man bei dieser 150 Millionen teuren Co-Produktion China/USA: Man taucht ab. Ins Wasser. In die Meeres-Tiefe. Erinnert sich an 1975, als Maestro Steven Spielberg mit seinem Thriller-Horror-Movie "Der weiße Hai" die Ära des Blockbuster-Kinos erfolgreich einläutete. Und "HAI" despektierlich "mobbte". Erfinden wir doch so etwas Ähnliches, dachte man sich wohl, nur natürlich zeitgenössischer. Also mit einem noch "umfangreicheren" "schlimmen" Hai: einem Carcharodon megalodon. Einem gigantischen MEG, Vorfahre des Weißen Hais. In der gierigen Hauptrolle also: Ein mit Riesen-Zähnen ausgestatteter Urzeit-Hai. Den es natürlich nicht etwa nur zu beobachten, etwa nur wissenschaftlich auszuwerten, sondern - ganz der Mensch - sogleich zu vernichten gilt. Weil er doch die Frechheit besitzt, seine Homo Sapiens-Eindringlinge zu attackieren. Und - einschließlich deren "Material" - aufzufressen.

2.) Auf dem Papier wurde MEG vom amerikanischen Science-Fiction-Autor Steve Alten 1997 erfunden. Heuer ist soeben bei uns eine erweiterte und vom Autor überarbeitete deutsche Taschenbuchausgabe unter dem Film-Titel erschienen.

3.) Gedanken: Es ist ein Unfug: Was haben Menschen mit ihren technisch hochgezüchteten Maschinen auf dem Grund des Meeres verloren? Als Wissenschaftler getarnt und mit bekannten Alibi-Sprüchen - von wegen Forschen nach dem Ursprung - versehen, stöbern sie dort herum, wo sie nichts zu suchen haben. Denn es ist der Lebensraum der Meerestiere. Den wir mit unserer Anwesenheit "beehren" und zum Teil zerstören. Doch deren "Oberhaupt" MEG will das nicht zulassen. Ende privater Gedanken.

4.) Hier: Natürlich wird ein Ungetüm "erweckt". Sozusagen: jetzt d e r Monster-Monster-Hai. Der im Ozean regiert, mit hübschem Appetit versehen. Was "Mensch" natürlich nicht zulassen kann/darf/will. Ein Wesen ist stärker als er, dies geht ja wohl gar nicht. Also wird ER an Bord geholt: Der 50jährige JASON STATHAM, bekannt als Jason-Dampf aus vielen "Transporter"-Prügel-Ballaballa-Action-Spektakeln (und auch als einer der "Expendables"-Machos ist er unangenehm aufgefallen; außerdem war der Haudegen mit-dabei bei den letzten "Fast & Furious"-Krawall-Aktionen). Ihn verkauft man uns hier als Tiefseeforscher (!). Fachbezeichnung: Paläobiologen. Jonas Taylor. Traumatisiert, weil vor Jahren bereits diesbezüglich mal was "schief gelaufen" ist. In Sachen Fisch-Fang. Aber jetzt doch bereit ist, noch einmal in den Tiefsee-Ring zu steigen, um gegen seinen Erzfeind anzutreten. Was insgesamt ungefähr so glaubhaft ist wie ein Goldfisch als Moräne. James soll die Chose und das Leben vom "Rest" der Unterwasser-Forschungs-Crew retten. Die von Meg entweder "ramponiert" und bereits "ganz" dezimiert wurden. Eine Film-Stunde = Palaver. Mit ein paar ersten optischen Appetithappen vom Monster-Fisch. Dann wird es etwas turbulenter. Mit den Tierchen. Man schwimmt in den Clinch. Schließlich d a s (alte) Duell in der definitiven (auch verbalen) Lächerlichkeits-Primitiv-Version: Mit dem 2018er "Käp'n Ahab" ("Moby Dick")-Jason Statham=Jonas Taylor gegen das MEG-Viech. Man wird ob des vielen argen Blödsinns-hier böse-zynisch und wünscht sich, dass diese ganze einfältige Menschen-Menge, dann auch DIE an einem lokalen chinesischen Beach (mit fettem Gör), gleich mit vom großen Fisch weggefuttert werden möge, doch Held Jason-James hat was dagegen. Schließlich soll ja diese monströse Trash-Show fortgesetzt werden. Falls sie erfolgreich ist.

5.) Der Fünftage-Bart-Kerl Jason Statham: Mal wieder nur Mucki-peinlich. Seine - immer züchtig angezogene, sauber frisierte und graziös geschminkte - chinesische Kollegin trägt bürgerlich den schönen Namen LI BINGBING, im Film Fräulein Suyin Zhang, und ist, wenn ich mich richtig erinnere, dreimal so gut wie tot, aber dann doch wieder am Leben. Der Rest des Ensembles besetzt herkömmliches schlichtes Figuren-Marionetten-Personal von der 08/15-Hollywood-Stange: Ein massiger Schwarzer mit Rap-Charme; viele Asiaten (der Film soll ja auch besonders viel Kasse in China machen); einige großmäulige Weiße; insgesamt drei "schmucke" taffe Ladies. Dazu: Ein kleiner Wauwi (= Hund), der gerettet wird.

6.) "MEG" ist: Grober Lebenszeit-klauender, total langweilender Kino-Schwachsinn.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

meg_plakat.jpg