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Action-Film um eine Gruppe Navy-Seals, die im Bosnienkrieg nach einem Goldschatz sucht

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Renegades - einer der dämlichsten Kaputtfilme der letzten Kino-Jahre
0 Pönis: Grottig

Renegades - Mission of Honor

Genre: Action
Produktion: Frankreich/Deutschland 2017
Laufzeit: 106 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Steven Quale
Darsteller: Sullivan Stapleton, J.K. Simmons, Clemens Schick, Sylvia Hoeks

Filmseite: www.facebook.com/MissionOfHonor.DerFilm
Kinostart:
28. Juni 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Renegades - Mission of Honor

Zum Film:

Sarajewo, 1995. Eine Gruppe Navy SEALs ist nicht gerade begeistert, als sie zu ihrem Boss (J.K. Simmons) zitiert und vorübergehend suspendiert wird. Zwar haben die fünf Männer den Auftrag der Nato, Kriegsverbrecher in Ex-Jugoslawien aufzuspüren und zu eliminieren, erfolgreich ausgeführt, aber bei ihrer Flucht mit dem Panzer waren sie alles andere als diskret.

Nun heißt es erstmal, sich die freie Zeit anderweitig zu vertreiben. Da hören sie von einem sagenhaften Goldschatz, der während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis geraubt worden und seit Jahrzehnten auf dem Grund eines nahegelegenen Sees liegen soll. Gemeinsam mit der Einheimischen Lara (Sylvia Hoeks) begeben sich die fünf Navy SEALs auf eigene Faust auf die Suche nach der millionenschweren Beute. Bei ihren heimlichen Tauchgängen werden sie vom serbischen General Petrovic (Clemens Schick) aufgespürt und merken schon bald, dass sie nicht die einzigen sind, die es auf das versunkene Gold abgesehen haben... (Universum Film)

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Foto: Renegades - Mission of Honor (Universum Film)

Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) als Lästermaul darf ich kund tun: der Nachname des US-Regisseurs "passt": Quale wie Qual. Denn eine solche ist dieser völlig überflüssige Kino-Mist. Schon sein Davor-Blödsinn, "Storm Hunters", war eine Augen- und Sinn-Quälerei, jetzt aber werden Zumutbarkeitsgrenzen überschritten. Filmischer Total-Schrott.

Story: Krieg als Abenteuer im Sarajevo-Balkan von 1994. Da schießen sich ein paar US-Navy SEALs im Auftrage der Nato durchs Ex-Jugoslawien. Ihr Vorgesetzter, ein Admiral Jacob Levin (was hat bloß "Oscar"-Preisträger J.K. Simmons hierher verschlagen?), ist angewidert wie angetan. Fünf besondere "Hardliner" bemühen sich - kurz, bevor sie abkommandiert werden - viel Nazi-Gold, das sich unter tiefem Wasser befindet, nicht nur aufzuspüren, sondern auch "zu vereinnahmen". Danach ist vieles am Explodieren, und unsere entsetzlich sprücheklopfenden Primitiv-„Expendables" raufen, killen, schießen alles über den Haufen, was sich ihnen in den Weg stellt. Gemixt mit dem üblichen Macho-Gedöns und dem gewohnten Geschreie. Ein bisschen Liebe mischt sich auch platt in den saublöden und völlig unglaubwürdigen Inhalt, und "unser" CLEMENS SCHICK mimt einen miesen örtlichen Terroristen-Führer. Der Rest ist: Fäulnis-Ensemble.

Man fasst es nicht, wie viele deutsche Steuergelder einmal mehr hierfür verplempert wurden: Vom "Deutschen Filmförderfonds" gab es 5 Millionen EURO; die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gewährte 150.000 EURO; der FilmFernsehFonds Bayern förderte die visuellen Effekte mit 275.000 EURO und vom Medienboard Berlin-Brandenburg gab es 200.000 EURO. Warum - wieso - weshalb - für was? Antwort: Für einen der dämlichsten Kaputtfilme der letzten Kino-Jahre.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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