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Detlev Buck inszeniert eine Komödie über fünf Menschen, fünf Hunde und ihre zufälligen Begegnungen

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Was für ein spießiger, miefiger Total-Langeweile-Schrott
0 Pönis: Grottig

Wuff

Genre: Komödie
Produktion: Deutschland 2018
Laufzeit: 113 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Regie: Detlev Buck
Darsteller: Emily Cox, Kostja Ullmann, Johanna Wokalek, Maite Kelly, Katharina Thalbach ...

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Kinostart:
25. Oktober 2018

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Wuff

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In mehreren Episoden wird das Leben der vier besten Freundinnen Ella, Cecile, Lulu und Silke gehörig auf den Kopf gestellt. Und dabei mischen die Hunde entscheidend mit: Ella wird von ihrem Freund verlassen und adoptiert den Mischling Bozer. Dieser bringt zwar ihren Alltag ordentlich durcheinander, führt sie aber auch gegen alle Widerstände in ein neues Glück.

Cecile schlittert gerade in eine Ehekrise – doch dem sanftmütigen Hund Simpson gelingt es mit seiner Spürnase nicht nur für die Kinder da zu sein, sondern am Ende sogar den Familienfrieden zu retten.

Und Katzenfreundin Lulu datet einen schrägen Hundeliebhaber – ein ziemlich heikles Unterfangen.

Silke hingegen versteht sich als professionelle Hundetrainerin blendend mit den Vierbeinern, nur mit den Menschen hapert es – bis sie den Ex-Fußballer Olli kennenlernt... (DCM)

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Foto: Wuff (DCM)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) Wuff bedeutet = WAU. Aber, ach nö - so plump, banal, seicht muss es doch nicht sein. Detlev Buck - "Wir können auch anders"/1993 - wendet sich nach seinem geflopten Milieu-Besuch neulich mit "Asphaltgorillas" wieder dem Leicht-Kino zu und erreicht damit leider nur: Seicht-Kino. Statt sich auf die auf attraktiven Vierpfoten intensiv(er) zu kümmern, sind diese für ihn nur Anlass und Betrachtung von bekanntem, fadem Beziehungsshit. Erzählt von irgendwelchen, also völlig uninteressanten emotionalen Wirrungen = Verwirrungen von vier liebestrunkenen Freundinnen. Deren emotionale Pleiten, Pech und partnerschaftliche Pannen über Hunde "ausgeglichen" wird. Also werden soll. Es widerstrebt mir, diese menschlichen Hanseln näher zu beschreiben, denn sie geben nur das wieder, was aus der krampfigen deutschen Klischee-Klamottenkiste herausbefördert wurde, ohne dass der viele trockene Staub auch nur annähernd wenigstens etwas entfernt wurde. Dass dadurch/dabei die Tiere weitaus mehr Beachtungs-Interesse bekommen als ihre menschlichen Vollpfosten-Besitzer, ist klar, denn Detlev Buck setzt leider viel auf vorhersehbare episodenhafte Gramgeschichten von schlichten Zweibeiner-Deppen mit ihrem nöligen Charme und ihrem klapprigen, langweiligen, vorhersehbaren Gefühlsmist. Anstatt (VIEL) mehr auf die tollen Fell-Stars.

Apropos, wer hier mitspielt? Auch erstaunlicherweise der von mir hochgeschätzte FREDERICK LAU ("Victoria") als prolliger Fußballfan und zwangsläufiger Gassigänger, der selbst einer mickrigen Type wie hier noch etwas Passables abgewinnen kann.

Fazit dieses neuerlichen deutschen komödiantischen Film-Missgriffs: Sieht man über diese extrem dussligen Menschen "drüber" und konzentriert sich nur auf die pfiffigen Hunde und ihre vermenschlichten Bewegungen, dann kommt man - mit 114 Minuten - klitzeklein-etwas über die viel zu langen Filmrunden. Leider darf man sich aber auch die ganze lange verschenkte Zeit von den nur grässlichen, störenden, belästigenden musikalischen Disharmonien, genannt Filmmusik, nerven, also belästigen lassen. Was für ein spießiger, miefiger Total-Langeweile-Schrott!

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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