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Das Logo des Chipherstellers Intel (Foto: dpa)

Was man über die große Chip-Sicherheitslücke wissen sollte...

Massive Sicherheitslücke in Computerchips

Was Nutzer gegen die Prozessor-Sicherheitslücke tun können

Eine Sicherheitslücke in zahlreichen Computer- und Smartphone-Prozessoren macht die Chips anfällig für Datenklau. Updates für die Betriebssysteme sollen die Lücke stopfen. Einige Anbieter haben schon reagiert:

- Windows: Microsoft hat bereits ein Update für Windows 10 veröffentlicht. Auch für Windows 8 und Windows 7 sollen Updates bereitgestellt werden. Sofern nicht automatisch Updates eingespielt werden, sollten Nutzer in den nächsten Tagen in der Systemsteuerung unter «Windows Update» schauen, ob bereits frische Software vorhanden ist. Grundsätzlich rät Microsoft, immer sofort die neuesten Sicherheitsupdates einzuspielen.

- macOS: Auch Mac-Nutzer sollten Updates sofort installieren, wenn sie über den Mac App Store angeboten werden. Wie «heise security» berichtet, ist ein Teil des Problem mit dem jüngsten macOS-Update bereits behoben. Das Update auf macOS 10.13.3 soll weiteren Schutz bringen.

- Android: Auch Nutzer von Android-Smartphones sind unter Umständen betroffen. Laut Google sind Geräte mit dem jüngsten Sicherheitsupdate (Stand 5. Januar) geschützt. Dies betrifft hauptsächlich neuere Androiden und Googles eigene Pixel-Smartphones. Wann es von den einzelnen Herstellern für ihre jeweiligen Geräte Sicherheitsupdates gibt, ist noch unklar. Viele ältere Geräte werden erfahrungsgemäß kein Update erhalten.

- Browser: Nutzer von Chromium-basierten Browsern (etwa Chrome, Opera oder Vivaldi) sollten laut Google die «Website-Isolierung» aktivieren. Dazu geben sie in die Adressleiste den Befehl «chrome://flags/#enable-site-per-process» ein und drücken die Eingabetaste, dann klicken sie auf «aktivieren» und starten den Browser anschließend neu. Für den Firefox-Browser will Entwickler Mozilla einige Maßnahmen umsetzen, die ein Ausnutzen der Prozessor-Schwachstelle erschweren. Als Erstes wird dies beim aktuellen Firefox 57 umgesetzt. (dpa)