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Ausstellung «Bestandsaufnahme Gurlitt» (Foto: Ralf Hirschberger/dpa)

Gurlitt-Sammlung in Berlin erstmals im kompletten Überblick

Die wegen ihrer NS-Vergangenheit umstrittene Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt ist in Berlin jetzt erstmals in einem kompletten Überblick zu sehen. Nach zwei Einzelausstellungen in Bern und Bonn bietet der Berliner Martin-Gropius-Bau bis 7. Januar 2019 sowohl einen Blick auf die Nazi-Aktion «Entartete Kunst» als auch auf den NS-Kunstraub.

«Und wir haben den Focus noch mehr auf die menschlichen Schicksale gelegt, die hinter diesen Werken stehen», sagte Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle in Bonn und Kurator der Schau.

Die «Bestandsaufnahme Gurlitt», so der Titel der Ausstellung, wurde am Donnerstagabend (13. September 2018) mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und dem Berner Regierungspräsidenten Christoph Neuhaus eröffnet werden. Das Kunstmuseum Bern ist als Erbe des Gurlitt-Nachlasses mit beteiligt.

Grütters erklärte vorab, die Schau sei kein Schlusspunkt der Aufarbeitung. «Im Gegenteil, sie ist ein Ausgangspunkt, von dem aus mehr Forschende als bisher mit besserem Rüstzeug als bisher der Wahrheit auf den Grund gehen können.»

Der Kunstfund Gurlitt hatte 2013 international für Aufsehen gesorgt. Die in Gurlitts Wohnungen in München und Salzburg entdeckte Sammlung stand unter dem Verdacht, Raubkunst aus der NS-Zeit zu sein. Trotz jahrelanger Forschung hat sich bisher allerdings erst bei sechs der rund 1500 Werke nachweisen lassen, dass sie früheren jüdischen Besitzern geraubt oder abgepresst wurden. (dpa)

Gurlitt-Ausstellung

Bestandsaufnahme Gurlitt

Ausstellung:
14. September 2018 bis 7. Januar 2019

Öffnungszeiten:
Mi bis Mo 10–19 Uhr, Di geschlossen

Ort:
Gropius Bau (Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin)

Eintritt:
10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro

Katalog:
Bestandsaufnahme Gurlitt, 2. überarbeitete Auflage, Hrsg. Bundeskunsthalle und Kunstmuseum Bern, 348 Seiten, Museumsausgabe, 29,90 Euro

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Ausstellung «Bestandsaufnahme Gurlitt» (Foto: Ralf Hirschberger/dpa)