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«Aladdin» und die Wunderlampe mit Will Smith und von Regisseur Guy Ritchie

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Kein großer, nicht einmal ein gelungener Wurf!
1 Pöni: Jämmerlich

Aladdin

Genre: Abenteuer
Produktion: USA 2019
Laufzeit: 128 Minuten
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Regie: Guy Ritchie
Darsteller: Mena Massoud, Will Smith, Naomi Scott

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Kinostart:
23. Mai 2019

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Aladdin

Zum Film:

Aladdin ist schwer verliebt - in Jasmin. Dumm nur, dass sie eine Prinzessin ist und er ein armer Straßenjunge. In einer Höhle entdeckt Aladdin eine magische Lampe, in der der Flaschengeist Dschinni steckt.

Der will ihm drei Wünsche erfüllen und verwandelt den Jungen prompt in einen Prinzen. Doch ein glückliches Ende der Liebesgeschichte mit Jasmin ist nicht in Sicht. Der böse Zauberer Dschafar ist Aladdin auf den Fersen und möchte die Wunderlampe unbedingt für sich haben. 1992 kam das Märchen aus 1001 Nacht als Zeichentrickfilm ins Kino.

Nun wurde das Abenteuer unter Regie von «King Arthur»-Regisseur Guy Ritchie neu verfilmt, mit echten Schauspielern. Mena Massoud aus der TV-Serie «Jack Ryan» spielt Aladdin; Hollywood-Star Will Smith ist als Flaschengeist zu sehen. Auch mit dabei: Naomi Scott («Power Rangers») als Prinzessin und Marwan Kenzari («Mord im Orient-Express») in der Rolle des Dschafar. (dpa)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) 1.) Alle Welt kennt doch diese "1001 Nacht"-Märchen-Geschichte, so dass der Neugier-Reiz eher beschränkt bleibt. Und das Argument, diese Geschichte nun einer neuen Generation zu vermitteln, kontere ich mit: Aber doch bitte nicht SO! Von wegen: Die Effekte okay, das vorhersehbare Geschehen na ja, und das läppische Personal: Nö.

2.) Und diese Mixtur, mal Gesprochenes, mal Singsang, stößt mehr ab und langweilt. In Richtung: Zumutung. Alles schon viele Male besser, also reizvoller, also spannender, also faszinierender gesehen als hier, wo die meisten Schauspieler nur schwach mimen. Der ägyptische Newcomer MENA MASSOUD als Titelheld, als gutherziger, cleverer Straßendieb im orientalischen Agrabah, besitzt die Ausstrahlung einer niedlichen kaputten Laterne. "Sein" Mädel, Prinzessin Jasmin, dargeboten von NAOMI SCOTT, vermag hübsch zu lächeln. Ihr Vater, NAVID NEGAHBAN, ist ein Sultan aus der Klischee-Mottenkiste: ein bisschen doof, aber gutmütig. Und der Ober-Jafar-Schurke, MARWAN KENZARI, bedient nervend "den üblichen Fiesen": eine ganze lange Zeit darf er heimtückisch dominieren, was aber nur uns Zuschauenden auffällt, nicht etwa den Leinwand-Handelnden auch, bevor er in letzter Sekunde seine verdiente Strafe kriegt. Gähn!

3.) Bleibt: WILL SMITH. Als blau-luftiger Flaschengeist Dschinni. Ein Profi in dieser kunterbunten Runde. Weiß - auch dank bewegungsreicher Computer-Hilfe - schön viel Herumzumachen, flotte Sprüche zu setzen und überhaupt wenigstens etwas Schwung in diese bemühte Show zu bringen. Wie sein "Kumpel": der fliegende Teppich. Beide sind ein Dream-Team, das wenigstens ab und an für etwas circensische Stimmung sorgt. Und weit mehr Aufmerksamkeit einfährt als diese ganze hüpfende Mischpoke drumherum.

Ach so ja, für die, die sich partout nicht auskennen (wollen): Ja ja, dies ist diese - an sich - komische Geschichte, wo ein Geist aus der magischen Pulle, hier: Lampe, seinem jungen Befreier Wünsche erfüllt. Und so kurios weiter. Dabei geht es um Liebe und Macht. Oder umgekehrt.

4.) DIE MUSIK. Beziehungsweise: der Singsang. Der achtfache "Oscar"-Preisträger ALAN MENKEN (u.a. "Arielle- Die Meerjungfrau"; das Disney- Original: Aladdin" von 1992; "Die Schöne und das Biest") sorgt einmal mehr mit seinem Soundtrack für klangvollen Schwung. Beim Gesang allerdings wird es zwiespältig. Man hat uns ja - listigerweise, aber wie leider auch (zu) oft - in der Pressevorführung nicht DIE Version präsentiert, in der dieser Film zu 99 Prozent in unsere Kinos kommt, nämlich in der Synchronfassung, sondern in der originalen. Im Netz dagegen, beim deutschen Trailer, singt man deutsch, und dies hört sich dort nach einem fürchterlichen Ziegen-Vibrato an.

Kein großer, nicht einmal ein gelungener Wurf, diese dürftige "Aladdin"-Neu-Version. Wenn ich an die hervorragenden Fantasy-Edelstücke in diesen Kino-Tagen denke, sprich zum Beispiel: "Avengers: Endgame", dann ist der neue Orient-Disney nur ein plumper, hübscher Schmarren: Außen etwas hui, innen viel pfui.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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