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In seinem ersten Realfilm muss Benjamin Blümchen zusammen mit seinem Freund Otto den Neustädter Zoo rettet

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Am Ende überzeugt die frohe Botschaft: Freundschaft und Zusammenhalt können alles rausreißen
3 Pönis: Geht so

Benjamin Blümchen

Genre: Animation/Kinder/Familien
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 91 Minuten
FSK: Freigegeben ohne Altersfreigabe
Regie: Tim Trachte
Darsteller: Heike Makatsch, Manuel Santos Gelke, Friedrich von Thun, Dieter Hallervorden, Uwe Ochsenknecht

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Kinostart:
01. August 2019

Pönis Filmkritik anhören:

Benjamin Blümchen

Zum Film:

Endlich Ferien! Otto kann es kaum erwarten, die kommenden Wochen mit seinem besten Freund Benjamin Blümchen im Neustädter Zoo zu verbringen. Allerdings ist seine gute Laune etwas getrübt durch die Sorgenfalten von Zoodirektor Herr Tierlieb, der dringend Geld für die anstehenden Reparaturarbeiten im Zoo benötigt. Eine Tombola soll’s richten!

Mitten in die Feierlichkeiten platzt der Bürgermeister von Neustadt dann mit einer Ankündigung: Er hat die gewiefte Zora Zack engagiert, um den Zoo zu modernisieren und zum neuen Prestige-Objekt von Neustadt zu machen. Und die emsige Fachfrau fackelt nicht lange: Erst wickelt sie Benjamin mit seinen geliebten Zuckerstückchen um den Finger – er soll das neue Werbegesicht der Kampagne werden –, dann rollen erste Baukräne an. Doch in Wirklichkeit hat Zora Zack ein ganz anderes Ziel… Ob Otto, Benjamin und die anderen Zoobewohner ihr rechtzeitig auf die Schliche kommen, um ihre Pläne zu verhindern? (STUDIOCANAL)

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Foto: Benjamin Blümchen (STUDIOCANAL)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

WER kennt IHN nicht - diesen gutmütigen sprechenden Elefanten mit der roten Jacke und der blauen Hose. Bartholomäus gleich = Benjamin. Blümchen. Aus dem Zoo von Neustadt. Der mit dem Törööö! Dessen bester Mensch-Freund der Junge Otto ist. Beide freuen sich schon auf die Ferien und auf gemeinsame Abenteuer.

Doch es soll ganz anders kommen. Direktor Tierlieb benötigt dringend Geld für bevorstehende Reparaturarbeiten und setzt - bei klammen Haushalt - auf eine Tombola. Was den fiesen Bürgermeister - UWE OCHSENKNECHT - auf den Plan ruft. Denn der engagiert die mondäne wie schnippische Beraterin, Frau Zora, damit die alles auf "Zack" bringen soll. Was so viel bedeutet wie: Luxus-Modernisieren, Wegrationalisieren, Immobilien-Gewinne einsacken. Doch dies wollen sowohl Benjamin wie Otto und Friends verhindern. Doch die Gegenseite ist gemein.

Das Kino-Debüt dieses Kinder- und Jugend-Klassikers kommt als Trick- UND Real-Film daher. Wobei der liebevolle Elefant mit seiner ständigen Hörspiel-Stimme JÜRGEN KLUCKERT verbal "mundgerecht" ausgestattet wurde. Während in den erwachsenen Parts Profis wie HEIKE MAKATSCH als gierige Zimtzicke, UWE OCHSENKNECHT als korrupter Bürgermeister und FRIEDRICH VON THUN als besorgter Zoodirektor lustig mitmischen. Sowie, auf keinen Fall zu unterschlagen, DIETER HALLERVORDEN als schrulliger Ruhestand-Spion. Als Blümchens kleiner Otto-Partner übrigens mimt MANUEL SANOS GELKE ganz frisch und lebendig.

Also: Kinderfilm-Friede-Freude-Eierkuchen? Nicht ganz: Der 91 Minuten Streifen "Benjamin Blümchen" setzt auf ein kindgerechtes, also gut überschaubares Szenario, mit teilweise witzigen Details und leicht verständlichem Wort-Humor sowie auf harmlose Slapstick-Einlagen.
Während allerdings "das Zusammenspiel" zwischen dem animierten Elefanten und "der Realität", sprich Hintergrund und Menschen, einiges zu wünschen übrig lässt. Nicht immer umfassend funktioniert.

Doch am Ende überzeugt die frohe Botschaft, ganz klar: Freundschaft und Zusammenhalt können alles rausreißen. Ins gute Lot bringen.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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