bumblebee_plakat.jpg

Spin-off der „Transformers“-Reihe rund um "Bumblebee", der zur Erde kommt und sich als kultiger gelber VW Käfer tarnt

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
"Bumblebee", ein unterhaltsamer Jux zwischen Gefühl und Knallerei
3 Pönis: Geht so

Bumblebee

Genre: Action/Science-Fiction
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 114 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Travis Knight
Darsteller: Hailee Steinfeld, John Cena, Dylan O’Brien

Zur Filmseite... »
Kinostart:
20. Dezember 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Bumblebee

Zum Film:

Im Jahr 1987 versteckt sich das mysteriöse Maschinenwesen Bumblebee in der Gestalt eines alten VW Käfers auf dem Schrottplatz einer kleinen kalifornischen Küstenstadt.

Kurz vor ihrem 18ten Geburtstag und auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, findet die rebellische Charlie (Hailee Steinfeld) den kaputten und kampfgeschwächten Bumblebee. Mit mechanischem Geschick beginnt sie ihn zu reparieren und lernt schnell, dass es sich keineswegs nur um eine alte Schrottmühle handelt … (Paramount Pictures)

bumblebee_szene.jpg
Foto: Bumblebee (Paramount Pictures)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) am Anfang beharken sie sich dermaßen ultra, dass ich schon dachte - wieder so ein (Scheiß-)Transformers-Movie. Schließlich gehört der gelbe Bumblebee zu diesen Viechern, also: gigantischen Autos, die sich jederzeit in überdimensionale Blech-Krieger verwandeln können. Und anfangs wird auch mächtig geklotzt. Im Orbit. Also auf dem Kosmos Cybertron. Zwischen den heldenhaften Autobots, angeführt von Optimus Prime, und den schurkischen Deceptions. Eine gewaltige Klopperei. Dann, als der Fight aussichtslos zu werden scheint, schickt Optimus Prime den Transformer B-127, genannt Bumblebee, zur Erde, um dort eine Operationsbasis zu errichten. Bis hierher - das Übliche. Wie zuletzt bei "Transformers: The Last Knight", dem fünften Schrott-Spektakel vom Sommer letzten Jahres. Dann aber wendet sich das Film-Blatt.

Und eine Art "E.T."-Geschichte nimmt ihren unterhaltsamen Lauf ("E.T. - Der Außerirdische" von Steven Spielberg). Als Spinn-off zur "Transformers"-Reihe, mit der die Vorgeschichte dieses gelben Roboters erzählt wird, bevor DER 2007, im ersten "Transformers"-Movie, auf Sam Witwicky (Shia LaBeouf) traf. Jetzt befinden wir uns im Jahr 1987. Auf einem Schrottplatz in Kalifornien. Treffen auf die fast 18-jährige Charlie (HAILEE STEINFELD/"True Grit"), die noch nicht so recht weiß, was sie mit ihrer unruhigen Jugend anfangen soll. Als die Außenseiterin dem ziemlich ramponierten VW-Käfer Bumblebee trifft, beschließt die handwerkliche Begabte, ihn wieder "fahrtüchtig" zu machen. Nichtsahnend, wer oder was sich hinter dem Vehikel wirklich befindet. Versteckt. Unter stimmungsvoller musikalischer Begleitung der damals angesagten Rock-Töne von The Smith, die Charlie besonders schätzt, A-ha, Tears for Fears oder Rick Ashley macht sie sich also ans Werk. Das dann zu einem mächtigen Abenteuer mutiert. Denn Bumblebee lebt. Auf. Und wie! Kommt in mechanischen Schwung. Auch emotional: Charlie & Bumblebee = zwei Kumpels, die zu dicken Freunden werden.

Doch die bösen Verfolger nahen. Sie haben "Lunte" gerochen, wo sich B-127 aufhält und sind hinter ihm her. Wollen ihn zerstören. So dass diese passable Coming-of-Age-Geschichte des Öfteren durch satte, aber vergleichsweise "behutsame" Schlachten und Zerstörungen unterbrochen wird.

"Bumblebee", ein unterhaltsamer Jux zwischen Gefühl und Knallerei. Regisseur Travis Knight, bekannt geworden durch seinen begeisternden Stop-Motion-Animationsfilm "Kubo - Der tapfere Samurai" (2016), hat einen romantisch-kauzigen Erinnerungsstreich an die "komischen" Achtziger Jahre gedreht, ohne die sattsam bekannten "Transformers"-Exzesse, und bei dem das US-Militär einmal mehr blöd, dumpfbackig und aggressiv-dämlich hantiert. Was zwar die zwischenmenschlich-maschinische Harmonie erheblich stört, aber nicht den netten Unterhaltungswert dieses ulkigen "Weihnachtsfilms".

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

bumblebee_plakat.jpg