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Die wahre Geschichte über den 8jährigen Fahim, der als Flüchtling nach Frankreich kam und Schachmeister wurde

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Der Film berührt auf angenehm unspektakuläre, schöne "französische Film-Weise"
3 Pönis: Geht so

Das Wunder von Marseille

Genre: Drama, Komödie
Produktion: Frankreich 2018
Laufzeit: 108 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Pierre François Martin-Laval
Darsteller: Assad Ahmed, Gérard Depardieu, Isabelle Nanty, Mizanur Rahaman

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Kinostart:
07. November 2019

Pönis Filmkritik anhören:

Das Wunder von Marseille

Zum Film:

Hals über Kopf muss der achtjährige Fahim (Assad Ahmed) aus seiner Heimat Bangladesch fliehen. Während seine Mutter und die Geschwister in dem von politischen Unruhen erschütterten Land zurückbleiben, machen sich Fahim und sein Vater Nura (Mizanur Rahaman) ganz allein auf den beschwerlichen Weg nach Frankreich, um dort Asyl zu beantragen.

Doch kaum in Paris angekommen, beginnt erneut ein zermürbender Spießrutenlauf. Wo sollen sie eine Unterkunft und der Vater einen Job finden? Und so rückt die ersehnte Aufenthaltsgenehmigung schnell in weite Ferne. Doch dank seiner außerordentlichen Begabung für Schach findet Fahim in Sylvain (Gérard Depardieu) - einem der besten Schachtrainer Frankreichs - einen Förderer und wahren Freund, während Nura unaufhaltsam in die Illegalität abrutscht und untertauchen muss.

Als seinem Vater kurz vor der französischen Schachmeisterschaft die Ausweisung droht, hat Fahim deshalb nur noch ein Ziel: Er muss die Meisterschaft in Marseille gewinnen und französischer Champion werden, damit ihre Flucht nicht umsonst gewesen ist... (Tobis Film)

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Foto: Das Wunder von Marseille (Tobis Film)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) eine auf authentischen Begebenheiten basierende französische Geschichte, die fürs Kino "etwas aufgehübscht" wurde und als gut unterhaltender, sinnvoller Mensch-Streifen berührt. Im Mittelpunkt: Ein Junge von 11 Jahren, Fahim, der bei unserem Nachbarn 2012 zum "öffentlichen Thema" avancierte. Weil er, ein illegaler Flüchtling, französischer Schach-Champion in seiner Altersklasse wurde.

Fahim Mohammad (ASSAD AHMED) stammt aus Bangladesch. Hals über Kopf muss der achtjährige Fahim aus seiner Heimat fliehen. Während seine Mutter und die Geschwister in dem politisch zerrütteten Land zurückbleiben, machen sich er und sein Vater Nura (MIZANUR RAHAMAN) auf den beschwerlichen Fluchtweg nach Frankreich, um dort Asyl zu beantragen. Doch die begehrte Aufenthaltserlaubnis in Créteil, einem Pariser Vorort, zu bekommen, lässt bürokratisch auf sich warten. Derweil entdeckt ein renommierter örtlicher Schach-Trainer, Sylvain (GÉRARD DEPARDIEU), die enorme Schach-Begabung Fahims. Und der komplizierte Weg eines Jungen kann starten, der schließlich zu dieser überraschenden Meisterschaft führt. So dass sich sogar der französische Innenminister einschaltet.

Natürlich haben wir dies schon viele Male filmisch gekostet. Aber Frankreich ist nicht Hollywood. Hier ersetzen Authentizität und Nähe sowie Figuren-Glaubwürdigkeit Oberflächlichkeit, reißerischen Nervenkitzel und Heldenepos. Zudem wird dieser Werdegang zweier Außenseiter, Sohn und Vater, mit herzergreifender Emotionalität, dabei aber ohne jedwede Süße erzählt. Ein Drama, das natürlich vom Verhältnis zwischen diesem bärbeißigen Trainer und seinem eigenwilligen Schützling gelenkt und bestimmt wird. Und WIE hier der große französische Superstar Gérard Depardieu seinem jungen lebhaften Partner ASSAD AHMED die Rampe überlässt, das zeugt schon von Größe und Sympathie: "Ich hoffe, dass die Leute durch den Film verstehen, dass das Leben von Einwanderern nicht einfach ist", erläutert er (im Presseheft) seinen Blickwinkel, sich für diese (vergleichsweise) kleine Produktion zur Verfügung zu stellen.

"Das Wunder von Marseille" bricht fein-listig wie angemessen-emotional Barrieren auf zwischen "Uns und Denen" und berührt auf angenehm unspektakuläre, schöne "französische Film-Weise".

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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