deadpool_2-plakat-1.jpg

Red is back! Im 2. Deadpool-Film versucht Ryan Reynolds den Cyborg Cable auszuschalten

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Etwas Schmunzeln, gewiss - mitunter triefend-banal!
2 Pönis: Mäßig

Deadpool 2

Genre: Action/Abenteuer/Komödie
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 110 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Regie: David Leitch
Darsteller: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Zazie Beetz, Brianna Hildebrand, Morena Baccarin

Filmseite: www.fox.de/deadpool-2
Kinostart:
17. Mai 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Deadpool 2

Zum Film:

Nachdem er eine beinahe tödliche Rinderattacke überlebte, setzt ein entstellter Cafeteria- Koch (Wade Wilson) alles daran, seinen Traum zu verwirklichen, der heißeste Barkeeper Mayberrys zu werden, während er zudem noch mit dem Verlust seines Geschmacksinns zurechtkommen muss.

Auf der Suche nach neuer Schärfe in seinem Leben – als auch einem Fluxkompensator – muss Wade gegen Ninjas, die Yakuza und eine Horde sexuell aggressiver Hunde kämpfen. Dabei reist er um die Welt, entdeckt die Bedeutung von Familie, Freundschaft und Flavour, findet neuen Geschmack an Abenteuern und verdient den begehrten Kaffeebecher-Titel „World’s Best Lover“... (Twentieth Century Fox)

Solo_Szene.jpg
Deadpool 2 (Foto: Twentieth Century Fox)

Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Ein dicker Bub, Russell (Julian Dennison), besitzt feurige Superkräfte und wird von einem Mutanten aus der Zukunft bedrängt: Cable = JOSH BROLIN ist nicht nur bei den aktuellen "Avengers: Infinity War" derzeit Über-Schurke (Thanos), sondern auch hier. Damit der, Russell, nicht später, als Super-Erwachsener, seine Familie auslöscht: klar, "Terminator 2"-Winke-Winke. Deadpool (RYAN REYNOLDS) will den - eigentlich nicht sonderlich netten und schon gar nicht spannenden - Fettkloß retten, kriegt das alleine nicht hin, also sucht er sich Gleichgesinnte, um den Mutanten Cable in die Schranken zu weisen. Oder so ähnlich. Oder so doof.

Natürlich wird auch der beliebte 1. Teil-Gag wiederholt, einfach mittendrin die Chose zu unterbrechen, um sich schnell mal direkt wie angeblich gagig ans Publikum verbal zu wenden, aber auch dies löst keine umfangreichen Begeisterungsstürme aus. Etwas Schmunzeln, gewiss. Drumherum, wenn DP = Deadpool ein X-Force-Team zusammenzustellen versucht, also bei den anderen pappigen Superhelden, wird es mitunter triefend-banal. "Heldin" Domino (ZAZIE BEETZ) kommt über den Billig-Status als dunkelhäutige Alibi-Mitläuferin nicht hinaus; keine Wirkung, keine Akzente. Zudem wird es ganz lau beim Nebenpersonal, etwa beim indischen Taxi-Man (Karan Soni), über den wegen seines dauernden Pannen-Akzents blöd gelästert wird, der sich aber auch als langweiliger lächerlicher Voll-Horst-Blödmann zeigt. "Deadpool", der Film, bemüht sich, ulkig-doppelzüngig aufzutreten, ständig gewollt-ironisierend, dabei jedoch bedient er eher die vermeintlich angegangenen Vorurteile grob in Sachen Rassismus, Hautfarbe, Sexualität. Und Gewalt-Krawumm. Was unangenehm-dümmlich wirkt.

Und Ryan? Der Reynolds? Der Mit-Autor und Co-Produzent knautscht sich in sein Latex-Kostüm ("Ich seh' aus wie ein Pepperoni-Fladenbrot"), haut permanent Sprüche 'raus, ja doch, und hetzt sich ab. Während er, Achtung!: "50 Shades of Hintern versohlt".

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

deadpool_2-plakat-1.jpg