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Komödie über eine Gruppe frustrierter Männer, die versucht sich durch Synchronschwimmen zu "therapieren"

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Keine Empfehlung möglich. Der Film säuft glatt ab!
2 Pönis: Mäßig

Ein Becken voller Männer

Genre: Komödie/Drama
Produktion: Frankreich 2018
Laufzeit: 122 Minuten
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Regie: Gilles Lellouche
Darsteller: Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Virginie Efira

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Kinostart:
27. Juni 2019

Pönis Filmkritik anhören:

Ein Becken voller Männer

Zum Film:

Eine Gruppe Männer im besten Alter und jeder davon mitten in einer handfesten Lebenskrise: Was liegt da näher, als kurzerhand das erste männliche Synchronschwimmteam ihrer lokalen Badeanstalt zu gründen?

Mit Badehose und Schwimmhaube wollen sie es mit der eigenen Midlife-Crisis und der internationalen Konkurrenz im Wasserballett aufnehmen. Der Skepsis und dem Spott ihrer Mitmenschen zum Trotz, und gedrillt von zwei ebenfalls ein wenig vom Weg abgekommenen Trainerinnen, begeben sich die wassersportliebenden „Schönschwimmer“ auf ein unwahrscheinliches Abenteuer, an dessen Ende sie über sich hinauswachsen müssen... (STUDIOCANAL)

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Foto: Ein Becken voller Männer (STUDIOCANAL)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) Das Thema ist bekannt und eigentlich ausgereizt. 2008 schuf der Schwede Mans Herngren den Streifen "Männer im Wasser". Im Vorjahr legte der Brite Oliver Parker einen thematisch ähnlichen Film nach mit "Swimming wih Men". Jetzt kommt das französische Remake in die Kinos: "Ein Becken voller Männer".

Beim Synchronschwimmen. Einer Eigentlich-Sportart für Frauen, an der sich aber auch Männer versuchen dürfen. Hier: Eine Gruppe von frustrierten Typen mittleren Alters. Sie leiden an Depressionen, Problemen in der Familie oder im Beruf. Der Eine mimt immer noch "auf Rocker", ein anderer steckt tief in den Schulden.
Der Film konzentriert sich in der Hauptsache auf Bertrand, gespielt von MATHIEU AMALRIC, der seit zwei Jahren keine Arbeit hat und von seiner loyalen Ehefrau unterstützt wird. Betrand leidet an Depressionen und stößt zufällig im Schwimmbad auf ein Männerteam, das in Sachen Synchronschwimmen übt. Auffallend: Alle diese Kerle sind auch voll Lebens-"angeschlagen". Betrand "passt" also mit seinem Un-Mut geradezu in diese Clique. Deren Trainerin im Übrigen alkoholkrank ist. Dann aber "entsteht" Ehrgeiz als es darum geht, demnächst bei der Weltmeisterschaft anzutreten. Plötzlich lodert das Feuer, doch irgendwie zu "Streicheleinheiten" im Leben zu kommen. Beziehungsweise: Endlich mal einen "Erfolg" vorweisen zu können.

Während die Briten im Vorjahr dieses Thema noch angemessen britisch-originell angingen, mit einem diskreten Lächeln, packt der französische Regisseur Gilles Lellouche seine männliche Suche nach Anerkennung überwiegend drastisch an. Mit übermäßigen Problem-Füllungen, die dem eigentlichen Thema gar nicht gut tun, sondern dem Film eine Härte aufsetzt, die deplaziert wirkt. Und das Therapie-Thema "Synchronschwimmen" zur lächerlichen Posse führt. Was die alberne Musikauswahl - "Let's get physical" oder "Easy Lover" - auch noch dumm unterstützt.

Keine Empfehlung möglich: "Ein Becken voller Männer" säuft glatt ab!!

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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