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Er ist zurück - Keanu Reeves spielt erneut den Auftragskiller John Wick

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
John Wick hat noch längst nicht ausgedient. Was für ein Kino-Ventil!
4 Pönis: Richtig gut

John Wick: Kapitel 3

Genre: Action
Produktion: USA 2019
Laufzeit: 131 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Regie: Chad Stahelski
Darsteller: Keanu Reeves, Halle Berry, Ian McShane

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Kinostart:
23. Mai 2019

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John Wick: Kapitel 3

Zum Film:

Hollywoodstar Keanu Reeves («Matrix») hat schon so manchen Actionfilm gedreht - nun kehrt er auf die Leinwand zurück. In «John Wick: Kapitel 3» spielt Reeves erneut den gleichnamigen Auftragskiller.

Diesmal wird auf Reeves ein Kopfgeld ausgesetzt - und es folgt eine spektakuläre Flucht auf dem Pferd durch New York. Es werden Schädel gespalten, Glaswände zerschlagen und Hierarchien in Frage gestellt. Regie bei diesem Actionfilm mit aufwendigen Kampfszenen führte Chad Stahelski. (dpa)

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John Wick: Kapitel 3 (Foto: --/Concorde Filmverleih GmbH/dpa)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) Nachdem Wick den Mafia-Boss Santino D'Antonio "auf dessen Gebiet", in einem New Yorker Club, zuletzt gemeuchelt hat, gilt er als Aussätziger. Innerhalb des "Systems". Wird zum "verstoßenen Sohn" der internationalen Assassinen erklärt. Wo Goldmünzen als adäquates Zahlungsmittel gelten. Sein Kopf ist ab sofort 14 Millionen Dollar Tötungsgeld wert. Was natürlich viele "Begehrliche" mit ihren Begehrlichkeiten weckt. Doch John Wick lässt sich DIES natürlich nicht gefallen, "säubert" seinerseits stoisch wie zünftig-präzise die aggressive Gegnerschaft. Und kann auf einige wenige Verbündete zählen wie die Kampfhund-Trainerin Sofia (HALLE BERRY) und den zwielichtigen Hotelmanager Winston (IAN McSHANE).

Inzwischen sind auch WIR wütender geworden. Was weiß ich: Über Zustände: korruptes Populisten-Pack; kapital-geile, menschenverachtende Wohnungsgesellschaften; überhaupt: die vielen zunehmenden gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten. Mit seinen Clan-Auswüchsen. Mit einem schrecklichen Widerling wie Donald Trump ganz oben. An der Führungsrampe. Und da kommt, im Kino, auf der großen Leinwand, solch eine unzerstörbarer RÄCHER-Type wie John Wick - in der modernen Spur von einst Charles Bronson ("Ein Mann sieht rot", 1974) und Clint Eastwood ("Dirty Harry"/1971) oder dem asiatischen Regisseur John Woo ("The Killer"/s. Heimkino-KRITIK) - gerade richtig. John Wick ist inzwischen: UNSER WUT-MANN. Fightet, tötet, FÜR UNS. Jagt die (Leinwand-)Widerlinge. Grässlich. Genüsslich. So erscheint ES und ER jedenfalls, denn WIR freuen uns mittlerweile an seinen - Klasse choreografierten und "speziellen" - Tötungsaktionen. John Wick ist zu einem verrohten Kult-Messias geworden. Mit seinen "positiven Attentaten". Wenigstens ER räumt, dabei vergleichsweise unbehelligt bleibend, auf. Denn: Die Verrohung schreitet fort. Mit viel düsterer Ironie. So zum Beispiel bei einer Jagd "auf Pferd", mitten durch New York City, kinematografisch eine Sensation.

Der originelle Zusatztitel lautet: "Parabellum". Abgeleitet vom lateinischen Sprichwort: "Si vis pacem para bellum" = "Wenn du (den) Frieden willst, bereite (den) Krieg vor". Gemeint ist aber auch die Parabellumpistole, eine Selbstladepistole, die 1908, im Deutschen Reich, als Pistole 08, als Ordonnanzwaffe eingeführt wurde. Konstruiert vom Österreicher Georg Luger. Signal: Es wird natürlich weitergehen, aus den USA werden schon wieder Kino-Spitzenbesucherzahlen gemeldet. Folge 4 ist in Planung. John Wick, alias der "Matrix"-Bursche KEANU REEVES, hat noch längst nicht ausgedient. Im Gegenteil - wahrscheinlich legt er jetzt erst richtig los. Zu unser aller, na sagen wir - zu vieler Unterhaltungs-Freude. Inzwischen wird er weiterhin gebraucht. Was für ein KINO-Ventil!

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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