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Greta Gerwigs gefeiertes Teenagerdrama...

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Der wunderschönste originell-normale Kinofilm seit langem!
4 Pönis: Richtig gut

Lady Bird

Genre: Drama
Produktion: USA 2017
Laufzeit: 93 Minuten
FSK: Freigegeben ab 0 Jahren
Regie: Greta Gerwig
Darsteller: Saoirse Ronan, Laurie Metcalf, Tracy Letts, Timothée Chalamet

Filmseite: upig.de/micro/lady-bird
Kinostart:
19. April 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Kinotipp 19.04.2018 «Lady Bird»

Zum Film:

Christine McPherson hat im letzten Schuljahr genug von allem: Ihre Familie nervt, die Nonnen in ihrer katholischen Schule nerven noch mehr und als Christine möchte sie ohnehin schon gar nicht mehr angesprochen werden. Stattdessen sollen sie doch bitte alle nur noch «Lady Bird» nennen.

Was diese launische «Lady Bird» in ihrem letzten Jahr an der Highschool in Sacramento - trotz des Status' als Bundeshauptstadt eher zum langweiligen Teil Kaliforniens zählend - erlebt, inszeniert Regiedebütantin Greta Gerwig in einem autobiografisch aufgeladenen und liebevollen Komödiendrama. Das Werk wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. (dpa)

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Lady Bird (Foto: Merie Wallace/Universal Pictures)

Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Was von Anfang an bindet, ist diese großartige Präsenz, Ausstrahlung und dieses Einen-Mitnehmen seitens dieser unruhigen, prickelnd-nervigen, authentischen SAOIRSE RONAN. Die diesen Balanceakt zwischen rebellischem Mädel und draufgängerischer Frau emotional faszinierend wie listig-spitzzüngig-klug hinkriegt. Und dabei auf autobiographische Motive der jugendlich-dickköpfigen Greta Gerwig zurückblickt, die einst um die Jahrtausendwende selbst von Sacramento nach New York "flüchtete", um was mit Theater zu machen. Heute ist Greta Gerwig 34, schaut auf einen geglückten "Weggang", auf viel "Kultur-danach" und auf ihr gestriges Ich robust- cool zurück. Weiß, wovon sie lakonisch-unangestrengt, lässig-ernsthaft, also unterhaltsam-pikant erzählt. Immer am Rande des schönen Jugend-Wahnsinns. Was so viele Identifizierungen für den Zuschauer enthält. Das, was dieser "Lady" erfährt, haben wir alle auf die eigene oder andere Wese einst selber mit- bzw. durchgemacht.

Die Mutter. Kein Horror-Gegenpart wie kürzlich die schlimme Erziehungsberechtigte von "I, Tonya", aber ebenso dickköpfig-robust wie praktisch- veranlagt: LAURIE METCALF bietet auch überzeugende Nerven- wie Charakter-Stärke. "LADY BIRD" ist der wunderschönste originell-normale Kinofilm seit langem.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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