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Die Fortsetzung von «Maleficent»: Angelina Jolie als dunkle Fee

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Popcorn-Unterhaltung par excellence!
4 Pönis: Richtig gut

Maleficent - Mächte der Finsternis

Genre: Fantasyfilm
Produktion: USA 2019
Laufzeit: 119 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Joachim Rønning
Darsteller: Angelina Jolie, Elle Fanning, Michelle Pfeiffer

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Kinostart:
17. Oktober 2019

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Maleficent - Mächte der Finsternis

Zum Film:

«Maleficent, die dunkle Fee» ist zurück. Im ersten Teil des Films, der an das Märchen «Dornröschen» angelehnt ist, hatte sie das Mädchen Aurora in einen tiefen Schlaf versinken lassen.

Längst ist Aurora wieder wach und herrscht als Königin über das magische Reich der Moore - und sie will heiraten. Ihr Auserwählter ist ausgerechnet Prinz Philip, ein Mensch. Als die Hochzeit der beiden näher rückt, gerät das Reich der Feen in große Gefahr. Denn am Hofe des Prinzen werden mächtige Intrigen gesponnen.

Mit allen Mitteln versucht Maleficent, ihre Ziehtochter Aurora und die Zauberwelt der Moore und Feen vor dem Untergang zu bewahren. In «Maleficent - Mächte der Finsternis» ist Hollywood-Star Angelina Jolie wieder als dunkle Fee zu sehen. Elle Fanning spielt Prinzessin Aurora, Harris Dickinson ist Philip. In weiteren Rollen spielen Michelle Pfeiffer, Sam Riley und Imelda Staunton. (dpa)

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Maleficent 2: Mächte der Finsternis (Foto: Jaap Buitendijk/Walt Disney Germ)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) Während sich in der Erzähltiefe demnach „wenig“ oder nur Altbekanntes abspielt ("Sei der, der Du sein willst"; "Liebe überwindet alle Grenzen"), punktet die Show aber mit einem protzigen Spektakel an der „Oberfläche“. Das exklusive Ensemble rund um die 44-jährige Rampenlady ANGELINA JOLIE, die erneut ohne Zweifel die Rolle der gotischen Bosheit/Schönheit erhaben und tragend ausfüllt, glänzt auch in den „Nebenfiguren“. Dabei trumpfen die Unschuld in Person der 21-jährigen ELLE FANNING als Dornröschen ebenso wie die Präsenz der (kaum zu glauben!) 61-jährigen Grande Dame MICHELLE PFEIFFER als üble Kontrahentin Ingrith auf. (Zusammen mit ihrer Garderobe: Unzählige, prunkvolle Kleider, die teilweise sogar „nur“ als Dekorationen im Hintergrund stehen und deren Anzahl und Herstellung sich in dieser Form wohl nur ein „Geld-mächtiges“ Unternehmen wie dieses leisten kann.) Interessant ist, dass das männliche Ensemble wie Prinz Harris-Phillip eher dümmlich-nutzlos daherkommt. Aber dieser soll ja auch „nur“ nach dem lauten Krawall geheiratet werden. Und eines kann die Romanzen-Maschinerie aus den USA schließlich wie keine zweite: Kitsch inszenieren. Die Hochzeitsplaner auf dem Globus wird es freuen.

Fazit: Optisch stehen die MÄCHTE DER FINSTERNIS dem Vorgänger in nichts nach; ANGELINA JOLIE ist und bleibt bestechend attraktiv als Schmuckhörnchen; wer Opulenz liebt, kommt voll auf seine Kosten; eine Popcorn-Unterhaltung par excellence ... der Ärger über die verschenkte Story jedoch trübt etwas das Gesamtbild. Immer dieses öde Hick-Hack zwischen „Gut-und-Böse“. Zwischen „Ertrag“ und „Sinn“. In einem klassischen Optik-über-Alles-Zweit-Movie. Schade, denn Angelinas Figur hätte, wie der Franzose sagt, wohl mehr „Jolie“, also „Hübsches“, vertragen. Können. In der Seele, im Kern, und nicht nur auf den wow-wahnsinnig roten Lippen

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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