manhattan_queen_plakat.jpg

Jennifer Lopez versucht mit einem "frisierten" Lebenslauf ihren Traumjob zu bekommen

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Geschönter verlogener U- (wie Unterhaltungs-)Murks
1 Pöni: Jämmerlich

Manhattan Queen

Genre: Komödie
Produktion: USA 2018
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Regie: Peter Segal
Darsteller: Jennifer Lopez, Vanessa Hudgens, Leah Rimini

Zur Filmseite... »
Kinostart:
17. Januar 2019

Pönis Filmkritik anhören:

Manhattan Queen

Zum Film:

Maya (Jennifer Lopez) ist Anfang 40 und ziemlich frustriert. Sie hat sich im größten Supermarkt von Queens bis zur stellvertretenden Filialleiterin hochgearbeitet, doch den Chefposten kann sie sich ohne vernünftigen Schulabschluss abschminken.

Da bekommt sie eine zweite Chance: Ohne ihr Wissen poliert der Sohn ihrer besten Freundin Joan (Leah Remini) Mayas Lebenslauf auf und verpasst ihr gleich auch noch den passenden Social Media-Auftritt. Prompt erhält sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch nach Manhattan, und ehe sie sich versieht, findet sie sich als Marketing-Beraterin mit eigenem Büro bei einem Kosmetikkonzern wieder.

Maya erfindet sich von Grund auf neu, um der Welt zu zeigen, dass Cleverness mindestens so wertvoll ist wie ein College-Diplom. Doch wie lange kann sie ihre falsche Identität aufrechterhalten?... (Tobis Film)

manhattan_queen_szene.jpg
Foto: Manhattan Queen (Tobis Film)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) ach, was ist das nur für ein Blöd-Sinn: Fleißige Frau, Anfang 40 (JENNIFER LOPEZ), hat als stellvertretende Filialleiterin sich und einen Supermarkt von Queens hochgebracht, wird aber beim Chefposten jetzt nicht berücksichtigt. Von wegen: fehlendem schulischen wie überhaupt: Bildungsabschluss. Sie ist sauer, aber der gewitzte Sohn ihrer besten Freundin putzt im Netz ihren Lebenslauf, also Werdegang, fein heraus, so dass die Konkurrenz auf sie aufmerksam wird. Was sie umgehend in die Chef-Etage eines renommierten Kosmetikkonzerns in Manhattan versetzt. Ohne College-Diplom! Aber so was auch. Aber weil dies keineswegs abendfüllend ist - Wie lange wird sie wohl ihre falsche Identität aufrechterhalten können? -, läuft dann auch eine hanebüchene Familien-Zusammenführung ab. Geradezu lächerlich. Als NÖ-lige Gefühlspaste. Ein Problem und noch ein Problemchen, es katapultieren die konstruierten Zufälle.

Als ein weiterer Bekannter in diesem faden Zirkus taucht TREAT WILLIAMS auf, einst "Hair" (1979), heute Anzug-Langweiler.

Co-Produzentin JENNIFER LOPEZ, am 24. Juli wird sie 50, ist hier - pardon - aufgeschönt wie ein Escort-Girl. Und geht nicht wie eine taffe Arbeitstier-Managerin durch. Und als Aschenblödel-Mädel von heute, das funktioniert überhaupt nicht. Dem strengen, aber angeblich so bekömmlichen kapitalistischen Individual-Wettbewerb wird eifrig zu Munde geredet und überhaupt: "Manhattan Queen" ist geschönter verlogener U- (wie Unterhaltungs-)Murks.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

manhattan_queen_plakat.jpg