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Biopic über die weltberühmte „Frankenstein“-Autorin Mary Shelley

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Mehr stimmungsvoll, denn spannend
3 Pönis: Geht so

Mary Shelley

Genre: Biopic/Drama
Produktion: Irland, Luxemburg, Großbritannien 2017
Laufzeit: 120 Minuten
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Regie: Haifaa Al Mansour
Darsteller: Elle Fanning, Douglas Booth, Bel Powley, Maisie Williams

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Kinostart:
27. Dezember 2018

Pönis Filmkritik anhören:

Mary Shelley

Zum Film:

Sie ist jung, rebellisch und bereit, alle Zwänge und Konventionen ihrer Zeit zu überwinden: Das Schicksal führt die 16-jährige Mary (Elle Fanning) 1814 mit dem berühmten romantischen Dichter Percy Shelley (Douglas Booth) zusammen, der wie Mary selbst sein Leben der Literatur verschrieben hat. Doch die leidenschaftliche Liebe des jungen Paares wird trotz aller Offenheit und Toleranz immer wieder auf eine harte Probe gestellt.

Als der Poet Lord Byron (Tom Sturridge) Mary Shelley zu einem literarischen Wettbewerb herausfordert, erfindet sie das wohl berühmteste literarische Geschöpf der Weltgeschichte: Frankensteins Monster… (Prokino)

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Foto: Mary Shelley (Prokino)

Hans-Ulrich Pönack über den Film:

(...) HAIFAA AL MANSOUR, Jahrgang 1974, ist eine saudi-arabische Filmemacherin, deren Erstlingsfilm "Das Mädchen Wadjda" 2012 der erste komplett in Saudi-Arabien gedrehte Kinofilm überhaupt war. Mit ihrem zweiten Film nähert sie sich der berühmten britischen Autorin Mary Shelley (30. August 1797 - 1. Februar 1851), die mit ihrem Werk "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" in die populäre Literaturgeschichte eingegangen ist. Dabei wurde ihr Roman damals, 1818, als sie erst 20 Jahre jung war, unter einem männlichen Pseudonym erstveröffentlicht.

Der Film "Mary Shelley" konzentriert sich nicht auf Doktor Frankenstein und das von ihm erschaffene Monster, sondern auf eine rebellische junge Frau, Mary Godwin, die mächtig gegen die damals herrschenden Zwänge und Konventionen aufbegehrt und natürlich auf zig-fache Schwierigkeiten stößt. Ganz jung verliebt sich Mary (ELLE FANNING/"Jahrhundertfrauen") in den verheirateten Schriftsteller Percy Bysshe Shelley, im zivilen Leben gerne Provokateur, was zu Existenzproblemen und gesellschaftliche Ächtung führt. Nach vielen Umwegen strandet man im Sommer 1816 auf einem Schloss am Genfer See, wo das Aufeinandertreffen mit dem Besitzer Lord Byron, einem ebenso reichen wie dekadenten Poeten, zur Schicksalsbegegnung wird. In einer der am häufigsten beschriebenen Episoden der Literaturgeschichte entwirft Mary dort ihre Idee für ihren "Frankenstein"-Roman.

Eine Frau vermag das gesellschaftliche Korsett, in das man sie steckt, schon früh abzulegen, um ihren eigenen Emanzipationsweg zu gehen. Ein historisches Thema mit aktuellem Geschmack. Visuell ist der Streifen romantisch-düster; er ist üppig ausgestattet und mit Elle Fanning in der Titelrolle sorgfältig besetzt. Doch die Anteilnahme wird immer wieder durch eine übermäßige Geschwätzigkeit gestört. Zudem ist er zu sehr vorhersehbar und deshalb mehr stimmungsvoll denn ergreifend-spannend. "Mary Shelley" ist ein Okay-Historien-Porträt.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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