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Jessica Chastain in «Molly’s Game» am Pokertisch

Die Bewertung von Hans-Ulrich Pönack
Pönis
Mäßig

Molly's Game

Genre: Drama
Produktion: USA 2017
Laufzeit: 140 Minuten
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Aaron Sorkin
Darsteller: Jessica Chastain, Idris Elba, Kevin Costner, Michael Cera

Filmseite: www.fox.de/mollysgame
Kinostart:
8. März 2018

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Zum Film:

Selbstsicher, gerissen und sexy tritt Jessica Chastain («Der Marsianer») als Molly Bloom in der von Männern dominierten Pokerwelt auf. Mit dem Drama «Molly's Game - Alles auf eine Karte» gibt der Oscar-prämierte Drehbuchautor Aaron Sorkin («The Social Network») sein Regie-Debüt.

Der Film erzählt die wahre Geschichte der einstigen Profi-Skiläuferin Molly Bloom, die in Los Angeles ein lukratives, aber kriminelles Geschäft mit Underground-Pokerspielen über Jahre hinweg organisierte.

Sie lockte auch viele Promis an den Pokertisch, darunter Ben Affleck und Tobey Maguire, bis am Ende die Bundespolizei ihr Unternehmen zerschlug. Bloom hatte ihre Erlebnisse 2014 als Memoiren veröffentlicht. Neben Chastain spielen Idris Elba, Michael Cera und Kevin Costner mit. (dpa)

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Molly's Game

Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Story: Die auf Tatsachen beruhende Geschichte einer charismatischen Frau, die mit den allgemeinen Niederungen des Lebens nichts anfangen will, sondern stattdessen viel Eigen-Energie verwendet, um sich hoch zu powern. Dabei bewegt sie sich auf einem definitiven Kerle-Terrain: dem Poker-Zirkus der Reichen und Mächtigen. Anfangs ist sie noch anderweitig tätig, im Sport: Molly Bloom aus Colorado (JESSICA CHASTAIN) zählt als Ski-Fahrerin zu den Olympia-Hoffnungen der USA. Nach einem Sturz ist es damit vorbei. Aber aufgeben, resignieren, ist nicht ihre Sache. Kurzerhand schmeißt sie auch ihr Jura-Studium, um sich "neue Perspektiven" in Sachen Erfolg zu suchen. Über einen Aushilfsjob kriegt sie Einlass in die halb-legale Pokerscene Hollywoods, wo Millionäre und Abenteurer genüsslich viel Geld verzocken. Da sie reichlich schlau und geschickt ist, diszipliniert hantiert, gehört Molly bald selbst zu den hochkarätigen Risiko-Veranstaltern dieser ebenso exklusiven wie riskanten wie umsatzstarken Spielereien. Bei denen sich VIPs aus Sport, Business und Entertainment nervenkitzlig "austoben". Molly entwickelt sich mehr und mehr zum cleveren wie einnehmenden System-Mittelpunkt. Doch ihre Glückssträhne bekommt erhebliche Kratzer, als sie sich mit der Russischen Mafia einlässt. Molly sieht sich schweren Anschuldigungen ausgesetzt. Ihr Anwalt Charlie Jaffey (IDRIS ELBA) ist nun ihr einziger Vertrauter und Verbündeter.

JESSICA CHASTAIN, die präsente Kämpferin. Die 40jährige Rotblonde zählt seit Jahren zu den Spitzen-Heldinnen des Hollywood-Kinos, ist mit Rollen in Filmen wie "Zero Dark Thirty" ("Golden Globe Award"), "Interstellar" und vor allem zuletzt in "Die Erfindung der Wahrheit" (s. Kino-KRITIK) faszinierend durchgestartet. "Molly's Game" dagegen, mit Kevin Costner als ihrem dauer-grübelden wie unglaubwürdigen Psychotherapeuten-Dad Larry Nebenrollen-besetzt, wird dagegen nur eine Fußnote in ihrem Schaffen bleiben: der Film glänzt zwar schmuck in Hochglanz, und Jessica-Molly weiß sich auch attraktiv zu positionieren, doch die Show von Aaron Sorkin besitzt mittig zu viele Anhalte-Stellen und fade Aufgeplusterheit, was zusehendst ebenso nervt wie dieses ewige Dauer-Geplapper-Einmischen "von oben".

"MOLLY’S GAME - Alles auf eine Karte" ist eine nur leidliche Unterhaltsamkeit.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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